Wandeln im Schnee

Da ist er also, der erste Tag unserer diesjährigen Himmelfahrttour, die uns den Rhein entlang von der Quellregion des Nordrhein in den Schweizer Alpen bis nach Breisach führt, wo wir im vergangen Jahr unsere erste Rheinetappe gestartet haben.

Als Quelle des Nordrhein gilt der Tomasee auf ca. 2.400 m Höhe. Mit dem Rad dorthin zu gelangen ist nicht möglich, aber hinwandern geht (theoretisch 😉 ). Daher sind wir dieses Jahr extra einen Tag früher nach Sedrun (wo wir dieses Jahr die Radtour starten wollen) gereist und wollten heute auf „Schusters Rappen“ die Quelle erobern. Soweit der Plan!

Doch der Wettergott hat uns einen gewaltigen Stich durch die Rechnung gemacht, denn oben auf dem Oberalppass (auf ca. 2.000 m Höhe) liegt noch meterhoch der Schnee. Eine Wanderung zum Tomasee, noch etwa 400 m höher, war völlig ausgeschlossen. Also musste Plan B her 😉

Leider begann der Tag im Hotel Kruezli in Sedrun mit einem ziemlich grauen und kühlen Morgen 🙁

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Aber davon lassen wir uns natürlich nicht abschrecken! Hinein in die Bahn …

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… und los gings von Sedrun hinauf zum Oberalppass. Allein diese Fahrt war schon ein Erlebnis! Gestartet in schneefreiem Gebiet, …

Mit der Bahn Richtung Schnee 😉

… dann hinein in einen Tunnel und als wir aus dem wieder raus waren, befanden wir uns mitten im tiefen Schnee! 😮 Das war schon besonders!

… und dann mitten im Schnee!

Oberalppass … ca. 2.000 m

Natürlich sind wir eine Weile im Schnee rumgestapft, aber viel gibt es da oben auch nicht zu sehen. Da kann eine Stunde schon sehr lang werden.

Team Himmelfahrt 2019

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Aber eine Attraktion gibt es da oben auch im Schnee: einen Leuchtturm! Mitten in den Alpen! Da war ein echter Witzbold am Werk 😉

Ein Leuchtturm mitten in den Alpen auf 2.000m

Leuchttum mitten in den Alpen

Weiter ging es mit dem nächsten Zug und einer spektakulären Fahrt hinunter nach Andermatt. Da muss die Lock ganz schön gegenhalten, um den Zug zu bremsen. Ich habe während der ganzen Fahrt übrigens gedacht: „Bin ich froh, dass wir den Rheinradweg nicht von Beginn an (in Andermatt) fahren.“ Da hätten wir diesen ganzen Anstieg hinauf zum Oberalppass mit dem Rad bewältigen müssen! 😮 !!! So war es wesentlich entspannter.

Abfahrt vom Oberalppass nach Andermatt

 

Abfahrt vom Oberalppass nach Andermatt

Andermatt ist sicherlich ein knuffiges kleines Städtchen, aber das Wetter war recht grau und uns stand der Sinn nicht so nach Sightseeing. Daher sind wir zur Teufelsbrücke gelaufen. Das ist ein echt beeindruckendes militärisches Bauwerk, das mitten in die Felslandschaft gehauen bzw. gebaut wurde.

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Auf der einen Seite wurde die Teufelsbrücke um etwa 1200 erbaut, um die Schöllenenschlucht zu passieren.

Andererseits wurde später der gesamte Bereich zu einer militärischen Bastion umgebaucht und durch lange Tunnel ergänzt, so dass bei einem wie auch immer gearteten Angriff die Brücke hätte gesprengt werden können, und trotzdem wären die einheimischen Verteidiger durch das ausgedehnte Tunnelsystem in der Lage gewesen, auf die jeweils andere Seite des Flusses zu gelangen.

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Nach dieser spannenden Zeit an der Teufelsbrücke gab es erstmal eine Pause und eine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

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Damit wir heute aber auch noch wenigstens eine kleine Wanderung vorweisen können, sind wir auf dem Rückweg an der Bahnstation Tschamut-Selva ausgestiegen und 8 km  entlang des in dieser Höhe noch sehr spärlichen Rheins hinab nach Sedrun gewandert.

Kurz unterhalb seiner Quelle ist der Rhein noch recht klein

Endlich zeigte sich die Sonne ein wenig und die Stille des Waldes und des Tals wirkten auf mich – nach der Hektik der vergangenen aufregenden Wochen – sehr beruhigend. Auf unserer Strecke galt es einen „reißenden Fluß“ zu überqueren, durch den Schnee zu stapfen und wilden Tieren zu trotzen 😉 😉 😉 

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Eine wunderbare Einstimmung auf die vor uns liegende Radelwoche.

Download

Bei einem tollen Abendessen und gemütlichem Zusammensitzen ging ein toller erster Tag der Himmelfahrtswoche 2019 zu Ende. Und alle sind nun gespannt, was ab morgen so auf uns zukommen wird… Mögen es spannenden und unvergessliche Tage werden!

Ein toller ersten Tag geht zu Ende … sogar mit ein wenig Sonne

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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