Endlich wieder draußen – Malerweg (4. Etappe)

Endlich hatte ich Zeit und das Wetter spielte halbwegs mit! Nach Wochen sollte es heute in den Wald, genauer gesagt in die Sächsische Schweiz gehen. Ich vermisse die Ruhe des Waldes sehr und um das zu ändern, wollte ich heute wieder ein Stück vom Malerweg wandern. Die letzte Etappe bin ich Anfang November 2018 gelaufen. Da wurde es wirklich Zeit. 😉

Da – wie immer auf den Malerwegetappen – der Start- und Zielpunkt nicht identisch sein würden, musste ich die Strecke so planen, dass ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur bzw. von der Strecke kam. Da die dritte Etappe an der Buschmühle endete, musste es dort natürlich weitergehen. Tourende würde in Schmilka sein. Diesmal würde es vor allem durch den Zschand gehen.

Mein Auto habe ich am Nationalparkbahnhof Bad Schandau geparkt und der Bus brachte mich zur Buschmühle. Es war noch recht früh (9 Uhr) und dafür, dass Sonntag war, wirklich nicht viel los. Kann aber auch am – im Vergleich zum Osterwochenende – nicht ganz so sonnigen Wetter gelegen haben.

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Das erste Teilstück der Etappe von der Buschmühle zur Räumichtmühle verläuft im Grund parallel zur Kirnitzschtalstraße und das hört man auch deutlich … vorbeibrausende Motorräder und Autos durchbrechen immer wieder die Stille des Waldes.

Allerdings habe ich das erst einige Zeit später wahrgenommen 😉 … Die ersten 20 Minuten war ich einfach damit beschäftigt, meinen Puls im Griff zu haben. Der Weg führte gleich ordentlich bergauf und (das kenne ich schon 😉 ) das treibt am frühen Morgen meinen Kreislauf und meine Atemfrequenz ordentlich an

Ordentlich bergauf … da kommt der Kreislauf in Bewegung

Zum Glück ging es nicht die ganze Zeit bis zur Räumichtmühle so. Bald wurde der Weg relativ eben und ich (und mein Puls) konnten sich beruhigen. 😉

Der Malerweg vollzieht an der Räumichtmühle und nach Überquerung der Kirnitzschtalstraße einen 90° Schwenk. Bis dahin wandert man mehr oder weniger parallel zur Elbe und ostwärts. Nach diesem Schwenk steuert der Malerweg bis Schmilka strickt auf die Elbe zu… und es geht am Teichstein vorbei durch den Großen Zschand.

Der Malerweg ist in dieser Gegend schon ein bisschen fies. Hat man die Kirnitzschtalstraße überquert geht es erstmal wieder nur bergan. Und hat man das geschafft und freut sich über ein ganzes Stück auf gleichbleibender Höhe, geht es ordentlich abwärts! Die ganzen schönen erklommenen Höhenmeter futsch! 😮 Die muss man später nämlich wieder hoch!

Wenigstens gibt es zwischendrin herrliche Ausblicke – wenn auch heute mit etwas dramatischem Himmel 😉

Dramatischer Blick über die Sächsisch-Böhmische-Schweiz

Unten im Tal murmelte die Kirnitzsch friedlich vor sich hin.

Kirnitzschbach

Der Malerweg führt in der Nähe vom (leider nicht mehr bewirtschafteten) Zeughaus am Teichstein und der grandiosen Teichsteinaussicht vorbei. Mir ist gar nicht so richtig klar, warum diese Aussicht nicht Teil vom Malerweg ist.

Malerweg – am Teichstein vorbei

Für mich gehört die Teichsteinaussicht zu den spektakulärsten Stellen in der Sächsischen Schweiz. Man hat dort oben einen grandiosen Rundblick über den Großen Zschand. Allerdings – und das kann der Grund sein, warum der Malerweg nicht auf den Teichstein führt – ist der Weg hinauf an einigen Stellen echt schmal und sogar durch Griffhilfen gesichert.

Ein bisschen Klettern auf dem Weg zur Teichsteinaussicht

Ich jedenfalls habe mir einen ausführlichen Rundblick und vor allem ein Frühstück auf dem Teichstein gegönnt.

Teichsteinblick

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Blick auf den Teichstein

Danach ging es am Zeughaus vorbei …

Zeughaus … leider aktuell ohne Bewirtschaftung

… auf den Roßsteig, wo es wieder mal – wie könnte es anders sein – ordentlich hinauf zum Goldstein bzw. zur Goldsteinaussicht ging.

Goldstein … versteckt hinter den Bäumen

Auch wenn der Anblick eines so hohen Felsens, wie der Goldstein, immer schon ein Erlebnis ist, so sind die Aussichten für mich immer noch ein bisschen besser 😉

Natürlich habe ich dort erstmal Rast gemacht und den tollen Ausblick genossen.

Goldsteinaussicht

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Aber oben war ich damit noch nicht. Der höchste Punkt der Tour ist der Große Winterberg, den es noch zu „erobern“ galt.

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Ab dem Winterberg geht es auf dem Malerweg bis Schmilka einfach nur bergab.

Doch – wie schon beim Teichstein – führt der Malerweg an dieser Stelle quasi still und heimlich an einem weiteren Highlight der Sächsischen Schweiz vorbei: der Kipphornausicht. Ist eigentlich schade, weil man dadurch einen wahnsinnig tollen Ausblick auf die Schrammsteine und das Elbtal verpasst. Auch wenn ich die Kipphornaussicht schon mehrfach besucht habe, konnte ich auch heute nicht einfach daran vorbei wandern. Das Wetter war zwar nicht so klar und strahlend, aber trotzdem hatte die Aussicht etwas überwältigendes.

Kipphornaussicht

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Und dann hieß es „nur noch“ hinunter ins Elbtal nach Schmilka wandern. Fast 400 Hm auf etwa 2 km … meine Knie haben mal wieder wild geächzt und ich bin teilweise in Schlängellinie die Wege gelaufen.

abwärts 😉

Besonders haben heute diese hellgrünen Farben der noch ganz jungen Blätter an den Bäumen und Sträuchern auf mich gewirkt. Nach den vielen Monaten der grauen und eher farblosen Winterzeit hebt so ein Frühlingsspaziergang sofort die Laune! Mehr davon! 😉

In Schmilka ging dann ein wunderbarer Tag draußen in der Natur zu Ende… ein tolles Gefühl!

Tourende an der Mühle in Schmilka

Noch mit der Fähre über die Elbe und mit der S-Bahn zurück nach Bad Schandau.

Und das war meine heutige 4. Etappe auf dem Malerweg und damit habe ich die auf der rechten Elbseite gelegene Strecke vom Malerweg absolviert. Beim nächsten Mal wechsle ich auf die linke Elbseite und wandere von Schmilka bis letztlich nach Pirna. Ich hoffe mal, dass das nicht wieder ein Jahr dauert, wie die ersten 4 Etappen 😉

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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