Weihnachtswanderung

Wie in den letzten Jahren auch, verbringe ich die Weihnachtstage wieder hier in Hinterthiersee, im Hotel Juffing. Über die Jahre ist es für mich ein vertrauter ruhiger Ort – gerade zu den besinnlichen Feiertagen – geworden und wie immer will ich natürlich auch raus in den Wald und die tolle Umgebung von Hinterthiersee genießen. Am heiligen Abend bin ich mal wieder die Tour zur Einsiedelei gewandert. Diese Runde habe ich 2016 entdeckt und sie ist für mich eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten.

Aber heute wollte ich mal eine neue Strecke wandern und schon früh am Morgen strahlte der Himmel im tollsten Blau! Ein perfekter Tag für eine Tour durch den Schnee. Im Hotel gab es eine Tourempfehlung hinauf zum Feuerköpfl, vorbei an der Köglalm, und die wollte ich heute wandern.

ein strahlender Weihnachtsmorgen

Nach dem Frühstück rasch ausreichend dicke Stofflagen angelegt (auch wenn der Himmel strahlend blau war … es war auch ordentlich kalt!), den Rucksack mit Verpflegung und einem zusätzlichen Pulli gefüllt … und los gings.

Es war ein herrlicher Anblick, wenn auf meinen Weg durch den Schnee hinauf auf den Gipfel, die Sonne durch die Baumwipfel strahlte.

Sonne strahlt durch die Bäume

Auch wenn es unten im Tal schon keinen Schnee mehr gab, so lag hier oben z.B. auf der Modalalm (ca. 1.000 Hm), immer noch total viel Schnee. Auch wenn die Sonne strahlte, hatte sie doch nicht die Kraft, den Schnee völlig zu schmelzen.

Modalalm

Während meine Tour auf einem breiten Forstweg startete, führt die Wegausschilderung auf immer kleinere Wege und in immer tieferen Schnee 😉

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Ich gebe zu, dass ich zwischendrin schon ein bisschen das Gefühl hatte, auf einem Abenteuerpfad gelandet zu sein. Manchmal war es gar nicht so einfach, den Weg zu finden. Aber ich hatte auch ein bisschen Glück! Heute morgen war offensichtlich schon ein Wanderer unterwegs gewesen und so konnte ich mich an seinen Spuren orientieren! 😉 Und selten war ich so froh, meine Wanderstöcke dabei zu haben. Der Höhenunterschied von etwa 500 Hm bis hoch zur Köglalm musste im letzten Stück auf einem ziemlich steilen Weg gemeistert werden. Um im tiefen Schnee richtig Halt zu finden, sind Wanderstöcke echt hilfreich!

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Und dann konnte ich durch die Bäume das Plateau der Köglalm sehen! Als ob die Sonne mir den Weg weisen wollte!

Sonne über der Köglalm

Dann stand ich oben auf dem Plateau! Weit und breit nur Tiefschnee! Eine einzige Spur … sonst nichts. Einfach nur Licht! Ich glaube, ich hatte die ganze Zeit so ein beglücktes Dauergrinsen auf meinem Gesicht 😉 … ich musste erstmal einfach hier stehen bleiben und genießen.

Plateau der Köglalm

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Damit hatte ich zwar den höchsten Punkt meiner Wanderung (ca. 1.330 m) erreicht, aber mein Weg ging natürlich noch weiter. Mein nächstes Ziel war das Höhlensteinhaus und dort im Anschluss das Feuerköpfl, auf dem man einen tollen Rundblick über das Inntal haben soll.

Also stapfte ich weiter durch den Schnee und genoss die Stille um mich herum.

weiter gehts

Die Strecke war eigentlich gar nicht weiter spektakulär. Der Weg war – wegen dem vielen Schnee – meist tief verschneit, aber das war nicht weiter schlimm. Spektakulär hingegen waren die Ausblicke … ich konnte mich einfach nicht sattsehen und habe ständig Fotos gemacht.

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Dabei hat man auch gesehen, wie unterschiedlich doch die Wetterbedingungen hier am Berg im Vergleich zum Tal waren. Von hier oben konnte man gut sehen, dass unten im Tal eigentlich gar kein Schnee lag.

Das letzte Stück zum Höhlstein(haus) war etwas schwierig zu laufen, weil der breite Forstweg stellenweise eine einzige Eisfläche war. Da hieß es, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Das wäre ja ein fatales Dilemma, wenn ich mich – vor lauter Löcher in die Luft gucken – noch hinpacken würde! 😉

Und dann war ich am Höhlensteinhaus … einer bewirtschafteten Hütte, die ich zwischen dem ganzen Schnee erst gar nicht gesehen hatte.

Höhlensteinalm

Ich merke auf meinen Touren immer wieder, dass ich gar nicht so der große Freund vom Einkehren bin. Nicht, weil ich die Hütten nicht mag. Ich glaube es liegt eher daran, dass es dort meist recht laut bzw. wuselig zu geht und ich die Stille bevorzuge. Da ich meine Verpflegung immer dabei habe, mache ich meist einen Bogen um diese Hütten. Bin ich in der Gruppe unterwegs, ist das etwas anders … 🙂

Also bin ich auch heute an der Höhlensteinhütte vorbei direkt weiter zum Feuerköpfel gegangen … wobei ich eine Erleichterung nutzen konnte, denn im Schnee gab es (zum Glück) auch hier schon eine tiefe Spur.

zum Glück gabs schon eine Spur

Und auch wenn ich noch nicht oben am Gipfel war, so konnte ich zwischendrin schon einen ersten Blick auf das Inntal werfen … toll!

Blick vom Feuerköpfl auf das Inntal

Und dann war ich oben angekommen. Nicht der höchste Punkt meiner heutigen Tour, aber eindeutig der mit dem spektakulärsten Ausblick über das Inntal und die umliegenden Gipfel des Kaisergebirges.

Feuerköpfl

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Somit hatte ich nach 7 km mein heutiges Ziel der Weihnachtswanderung erreicht und machte mich gemütlich auf den Rückweg, wobei mich ein bisschen Wehmut überkam. Je weiter ich hinabstieg, um so weniger Schnee lag und mir wurde Schritt für Schritt bewusst, dass ich die verzauberte Märchenwelt rund um Köglalm, Höhlensteinhaus und Feuerköpfl verlassen musste … worauf ich so gar keine Lust hatte! 😉 Ich weiß, dass liest sich komisch. Aber ich tauche beim Wandern immer so tief in meine Umgebung ein, dass mir der Weg hinaus und zurück in die Realität immer etwas schwer fällt…

kein Schnee mehr im Ort

Aber ein kleines Highlight hatte ich mir für heute noch vorgenommen. Hinter dem Hotel in Hinterthiersee gibt es eine kleine Kapelle, von wo aus man – wenn das Wetter mitspielt – wunderbar sieht, wie die Sonne untergeht und die Gipfel vom Kaisergebirge in leuchtendem Orange angestrahlt werden.

Ich lag gut in der Zeit. Sonnenuntergang sollte ca. 16.45 Uhr sein. Das habe ich bequem geschafft und konnte zum Abschluss meiner Weihnachtswanderung und zum Abschluss der Weihnachtszeit 2018 einem schönen Sonnenuntergang zusehen.

Sonnenuntergang zum Tagesabschluss

Und hier gibt es – wie immer – den gesamten Tourtrack.

Download

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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