Jungfernsteig

Dieses Wochenende führt mich nach Ramsau am Dachstein in Österreich. Hier findet ein Klettersteigcamp statt, und da der Anfahrtsweg für mich doch etwas länger ist, bleibe ich einfach ein paar Tage mehr, um zu wandern oder zu fotografieren. Gestern war ich schon bei strahlendem Sonnenschein oben auf dem Dachsteingletscher und habe ein wenig mit den Kameras und mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen experimentiert. Ein schöner Einstieg.

Dachstein in Ramsau

Aber heute will ich raus und zu Fuß die Gegend erkunden. Heidi, die auch am Klettersteigcamp teilnimmt und ebenfalls ein paar Tage früher angereist ist, hat die Tour zu den Steinernen Jungfrauen vorgeschlagen. Das sind 7 Felstürme in etwas 1.830 m Höhe am Fuße des Dachsteins und die wollen wir heute „besuchen“ 😉 .

Schon am frühen Morgen lockte uns ein strahlend blauer Himmel und goldene Herbstfarben mit einem tollen Blick auf das Dachsteinmassiv. Ich kann mich daran ja gar nicht satt sehen und muss ständig den Moment im Foto festhalten.

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Über Wiesen und durch Wald ging es erstmal ganz entspannt und flach bis zum Gasthof Edelbrunn. Doch ab dort begann der Aufstieg; erst kurz über den Rosseggersteig und dann recht schnell hinein in den ordentlich steilen Jungfernsteig, auf dem wir heute – immer entlang an einem Geröllfeld – die knapp 1.000 Höhenmeter bewältigen werden.

Wir sind richtig …

Zwischen Geröllfeld und Latschenkiefern schlängelt sich der Weg

Stetig ging es bergauf und ich gebe zu, dass ich über die eine oder andere Pause nicht unglücklich war. Der steile Anstieg forderte meinen Puls ganz ordentlich. Auch wenn ich nach einigen Jahren inzwischen gelernt habe, dass es viel kraftsparender ist, langsam aber stetig hinauf zu steigen, statt ein schnelles Tempo vorzulegen und viele Pausen zu machen, musste ich ab und an einfach anhalten, um diesen grandiosen Ausblick über Ramsau zu genießen. 😉

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Der Weg war manchmal ganz schön abenteuerlich, aber dadurch auch spannend.

spannender Weg

 

Und dann hatten wir sie erreicht, die Steinernen Jungfrauen. Wobei ich zugegeben muss, dass wir uns erst nicht so ganz sicher waren, ob wir nun wirklich schon am Ziel sind. 😉 Natürlich war die Ansammlung von Steinfelsen nicht zu übersehen, aber war das die Jungfrauen? … Ja, sie waren es 😉

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Nach den Jungfrauen mussten wir aber noch weitere 150 Hm hinter uns bringen, bis wir am Kreuzweg zum Edelgries, dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour, die Mittagsrast einlegen konnten.

fasst geschafft – gleich ist Rast

Hier oben auf fast 2000 m Höhe wollten wir gar nicht mehr weg. Die Sonne wärmte uns und das Auge konnte ohne Grenze über eine tolle Gegend schweifen. Das war einfach beeindruckend … ich sauge diese Momente immer in vollen Zügen auf. Aber natürlich konnten wir nicht bleiben, denn unser Weg war immerhin noch 10 km weit.

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Parallel zum Dachsteinmassiv ging es oberhalb der Baumgrenze weiter, wobei der Pfad ganz schön geröllig war. Da war einmal mehr hohe Aufmerksamkeit gefragt, auch wenn die Wege insgesamt gut zu bewältigen sind.

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Manchmal mussten wir den Weg auch einfach nur erahnen, weil nicht wirklich eine Spur zu sehen war. Nicht immer war es dann auch tatsächlich der richtige und offizielle Weg 😉 , aber die grobe Richtung stimmte 🙂

Outdoorabenteuer 😉

Doch jede Anstrengung, oder jedes Gekraxel über Geröll und Steine wurde x-fach durch die herrlichen Blicke auf die Felsmassive belohnt.

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Erstaunlich war der super schnelle Wechsel von baumfreiem Geröllgebiet und dem Vegetationsgebiet. Nur innerhalb von ein paar Höhenmetern befanden wir uns wieder zwischen Bäumen und Sträuchern. Ich habe das gar nicht so richtig mitgekriegt. Erst als ich wieder mitten zwischen Bäumen und Sträuchern stand, habe ich es gemerkt …

wieder zurück in der Baumzone

An der Türlwandhütte bzw. der Talstation der Dachstein-Südwandbahn haben wir uns nicht lange aufgehalten, sondern sind südlich zurück Richtung Ramsau gewandert. Es war dort einfach viel zu wuselig. Mir ist völlig klar, dass solche exponierten Stellen touristisch erschlossen werden, damit die Region davon profitieren kann. Aber kommt man aus der Stille des Waldes oder vom einsamen Berg, dann sind solche wuseligen Orte mit vielen Menschen, Unmengen von Autos zumindest für mich viel zu quirlig und irgendwie störend für meine Stimmung 😉 . Wir haben unsere Pause dann einfach ein Stück weiter unten an der Austria-Hütte eingelegt und uns die Sonne auf die Nase scheinen lassen.

Pause an der Austria-Hütte

Der Rest des Weges führte über breite Ziehwege zurück ins Tal, so dass wir – nach dem Kraxeln auf schmalen und gerölligen Pfaden – nun einfach entspannt Laufen, unseren Gedanken nachhängen und die unglaubliche Herbstsonne genießen konnten …. ein schöner Abschluss.

Zurück im Tal

Danke Heidi, für deine nette Begleitung auf dieser schönen Tour über Stock und Stein.

Download

 

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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