Durch die Klamm

Eigentlich ist heute der zweite Tag des Klettersteigcamps hier in Ramsau. Aber in der Nacht hat es ziemlich geregnet und die Temperaturen sind auch ordentlich in den Keller gefallen. Irgendwie konnte mich heute Morgen die Vorstellung, am nassen und kalten Felsen zu klettern, nicht wirklich begeistern.

Zum Glück ging es nicht nur mir so. 😉 … und so kam es, dass einige von uns – statt zu klettern – auf dem Dachstein bzw. in der Silberkarklamm gewandert sind. Ich habe mich bei diesem nebligen Wetter mit Sybille und Heidi für die Tour durch die Silberkarklamm entschieden, da ich bereits vor zwei Tagen auf dem Dachstein zum Fotografieren war.

Sehr nebliges Wetter

Es nieselte und von Sonne, wie wir sie am Vortag beim Klettern hatten, war nicht ein winziges Bisschen zu sehen. Und doch hatten die Herbstfarben ein intensives Leuchten. Das ist mir schon ein paar mal aufgefallen. Bei trübem Wetter wirken im Herbst die gelb und orange gefärbten Blätter viel intensiver. So wie heute … fast mystisch.

Mystische Herbstfarben

Der Plan war, dass wir den Silberkar-Höhenweg nehmen und uns mit denen die klettern an der Silberkarhütte treffen, um dann gemeinsam den Rückweg durch die Silberkarklamm anzutreten.

Der Höhenweg führte durch dichten Wald. Nicht schwierig. Hier und da etwas wurzelig, aber doch immer gut und entspannt zu gehen.

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Das spektakulärste auf dem Weg waren da noch die Nebelschwaden und die Ausblicke in die Klamm. Ich habe versucht, diese Momente in meinen Fotos festzuhalten.

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Und einen wenigstens kleinen Klettersteig hatten auch wir Wanderer 😉

… wenigstens ein kleiner Klettersteig 😉

Bereits nach nicht ganz zwei Stunden konnten wir dann die Silberkarhütte durch den Nebel erkennen.

Die Silberkarhütte ist in Sichtweite

Irgendwo in den uns umgebenden Felsen waren unseren Mitstreiter klettern! 😮 … Nein, ich bereue ganz und gar nicht, heute nicht mit klettern gewesen zu sein. Ich bin mit meine schönen Erinnerungen von gestern ganz zufrieden 😉 Und irgendwann gibt es die nächste Gelegenheit, mit Kletterset und Guide am Felsen in der Vertikalen zu wandern … nur eben nicht heute 😉

Kletterfelsen im Nebel

Die Silberkarhütte ist eine ziemlich knuffige Einkehrmöglichkeit und perfekt, um sich bei diesem nieseligen, nassen und kalten Wetter aufzuwärmen. Wir waren relativ früh dran, und es würde noch etas dauern, bis die Kletterer zu uns stoßen würden. Auch die Wirtsleute waren gerade erst eingetroffen. Aber es dauerte gar nicht lang und wir konnte heißen Tee und leckeren Kuchen genießen.

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Gegen 13 Uhr waren dann alle tapferen Kletterer in der Silberkar-Hütte angekommen. Und so langsam mussten wir an den Rückweg zum Bus denken. Es regnete inzwischen Bindfäden, aber mit der richtigen „Schutzhülle“ ist das kein Problem 😉

regengeschützt 😉

Allerdings habe ich es unter dieser Plastikplane echt nicht sehr lange ausgehalten. Die hält zwar den Regen ab, aber dafür schwitzt man unten drunter noch viel mehr! Nach etwas 10 Minuten musste ich den Regenponcho wieder in den Rucksack packen. Für Notfälle werde ich den immer dabei haben … aber jetzt wird erstmal weiter ohne das Ding durch den Wald gestapft. Die Wetterjacke wird jetzt einfach reichen (müssen 😉 )

Der Rückweg führte direkt durch die Silberkarklamm und sehr bald kamen wir zum Wasserfall, der sich mit einigem Getöse in die Klamm ergoss. Das war dann auch die perfekte Kulisse für eine kleines Abschussfoto mit Franz (meinem Kletterguide beim Camp) und Heidi, mit der ich die letzten Tage ganz wunderbare Momente erlebt habe. Danke für die schöne Zeit.

Wasserfall in der Silberkarklamm – mit Franz, Heidi und mir

Die Klamm ist wirklich beeindruckend. Eine tiefe Schlucht, durch die sich der Silberkarbach gegraben hat, wird flankiert von hohen Felsen.

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Am Klammausgang (oder auch Eingang … je nachdem von wo man kommt 😉 ) sammelt sich der Silberkarbach in einem kleinen türkisfarbenen Stausee, hier endet nun auch meine Nebeltour an bzw. durch die Silberkarklamm.

Stausee in der Silberkarklamm

Auch wenn ich heute nicht wie geplant über Klettersteige gestiegen bin, hat mir diese relativ kurze, entspannte Tour sehr viel Spaß gemacht!

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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1 Antwort

  1. Pit sagt:

    Hallo Anja,
    das sind ja schöne Fotos. Wir waren mal in Schladming im Urlaub. Das ist in der Nähe von Ramsau. Wenn ich Deine Fotos sehe, kommen gleich wieder Erinnerungen hoch. Und Deine Klettersteigtouren, meine Güte – ganz schön Mutig!! Alle Achtung.
    Viele Grüße – Pit

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