Der Wind, der Wind … dieses fiese Kind!

Der Morgen des zweiten Tourtages, an dem es bis nach Karlsruhe gehen sollte, war strahlend klar und ich habe ein paar morgendliche Momente genutzt, um ihn im Rosengarten, gegenüber vom Hotel zu begrüßen.

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Das morgendliche Wuseln ging heute schon viel geschmeidiger von der Hand und ist einfach ein lieb gewonnenes Ritual. Jeder überlegt, ob er alles dabei hat und überprüft das Rad. Und unsere „Schwester“ Gabi sorgt fürs körperliche Wohl und verteilt wie immer großzügig Magnesium 😉

Magnesium kann nie schaden

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Da es die gestrigen 100 km doch ziemlich in sich hatten, wollten Gabi und Bärbel heute mal die Etappe mit Fred im Bus mitfahren und sich erholen, denn auch heute sollten es wieder knapp 100 km werden. Es ist wirklich ein großer Luxus, dass wir diese Möglichkeit haben. So kann jeder selbst entscheiden, wenn er mal einen Pausentag einlegen will.

Also rauf auf die Räder, durch Kehl hindurch und zurück auf den Damm am Rhein, der auch heute wieder einen großen Teil des Radweges bildete.

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Kilometer um Kilometer galt es in die Pedale zu treten und ich muss gestehen, dass sich meine Laune ziemlich schnell verschlechterte. Hatte ich gestern noch so halbwegs meinen Frieden mit dem Wind geschlossen, ging er mir heute echt auf den Nerv. Ich hatte stellenweise das Gefühl, er schiebt mich rückwärts! Zum Glück hat sich Thorsten geopfert und ich durfte die ganze Zeit in seinem Windschatten fahren. Und selbst dort hatte ich noch das Gefühl, dass mich der Wind gleich umhaut. Wie musste sich das erst anfühlen, frontal gegen den Wind zu fahren?! Ein bisschen Muße hatte ich trotzdem, um immer mal wieder einen Blick auf den Rhein zu werfen.

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Nein, wirklich spektakulär ist der Rhein hier an dieser Stelle sicherlich nicht. Breit und träge fließt er durch die Landschaft. Aber bei diesem herrlichen Wetter und dem blauen Himmel war es trotzdem ein Genuss, dies zu sehen.

Zum Glück hab es alle 20-25km Pause und Zeit zum Verpflegen und Ausruhen. In Freistett hatten wir einen besonders schönen Rastplatz. Schattig und mit viel Platz. Herrlich … und KEIN Wind 😉

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Heute sollte es für einen Teil von uns einen kleinen Abstecher nach Frankreich geben. Einige wollten Bekannte von Bernd in Drusenheim (Elsass) besuchen. Kurzes sammeln am Imbiss an der Fähre in Greffern

Kaffeepause an der Fähre in Greffern

… und dann hieß es, den Rheinradweg verlassen und mit der Fähre ins Elsass nach Drusenheim übersetzen.

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In Drusenheim wurden wir von herzlichen Gastgebern in Empfang genommen und gleich mit Kaffee oder (und 😉 ) einem leckeren Elsässer Cremant bewirtet. Jetzt wollte ich endgültig nicht mehr weg! 😉

Doch der Weg bis Karlsruhe radelt sich ja nicht von allein und wir mussten bald weiter. Wir sind allerdings bis zum nächsten Treffpunkt auf der französischen Rheinseite gefahren. Der Weg war super asphaltiert und wir konnten zügig durchziehen. Zwar haben wir den Rhein nicht gesehen, da der Radweg neben dem Damm war und uns die Sicht auf den Fluss versperrte, aber nach der vormittäglichen Plackerei AUF dem Damm und gegen den Wind, waren wir alle dankbar für das ruhige Radeln (auch ohne freie Sicht 😉 ). Es würde ja ohnehin nicht lange dauern, bis wir wieder Wasser und den Rhein sehen würden.

Auch irgendwie Rheinradweg

Und dann wurde in Au am Rhein die Badesaison eröffnet. Mitten in der Auenlandschaft an einem der zahllosen kleinen Seitenarme des Rheins machten wir noch einmal Rast.

Rast im „Au(enland)“ am Rhein

Natürlich musste ich bei dem Ortsnamen und diesem tollen Stückchen Erde unweigerlich an das Auenland aus Herr der Ringe denken. 😉 Allerdings wurde das schöne entspannte Gefühl erheblich durch Heerscharen von Mücken gestört, die regelmäßig Angriff auf uns verschwitze Zeitgenossen starteten! 😮

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Und weil sich dort schon einige Andere der kühlen Erfrischung hingaben, dauerte es erwartungsgemäß nicht lange, bis auch einige von uns den Sprung ins Wasser wagten. Ich gestehe, dass ich nicht dazu gehörte … zu kalt. Zu nass 😉

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So oft hatten wir diese Möglichkeit noch gar nicht. Zumindest seit 2011, seit ich mitfahre, hat es das Wetter und die Gegend bisher nur einmal erlaubt, in den See am Wegesrand zu hüpfen, und das war 2011 auf der Havelradtour… nette Erinnerung (auch wenn ich damals auch ein Schisser und mir das Wasser viel zu kalt war 😉 )

Ab hier (Au am Rhein) waren es jetzt noch ca. 20 km bis Karlsruhe. Nicht weiter wild, auch wenn wir kurz vor Karlsruhe die Räder über den Rheinhafen tragen mussten. Eine andere Option gibt es dort leider nicht.

Rheinhafen Karlsruhe

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Die Fahrt durch Karlsruhe war einfach nur eine Katastrophe, weil wir in Kolonne mitten durch die Stadt mussten – und das im Berufsverkehr. Ich gebe zu, dass meine getrackte (geplante) Route da nicht wirklich optimal war. Wir hätten besser versucht, noch ein Stück weiter am Rhein zu fahren und nördlich zu unserem Quartier in Karlsruhe abzubiegen. Aber was soll’s. Beim nächsten Mal bin ich schlauer! 😉 Wir haben uns tapfer bis zum Hotel Maurer durchgekämpft …

Hotel Maurer (im Norden von Karlsruhe)

… und den Abend bei lecker Pizza und Pasta im Biergarten ausklingen lassen.

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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