Stille Wege um Riquewihr

Nun hat es mich in den Elsass, genauer gesagt in die Vogesen, verschlagen. Vor einigen Jahren bin ich schon einmal die Vogesenpassstraße (Route des Cretes) mit dem Auto gefahren und schon damals dachte ich, dass man hier einfach mal ein bisschen mehr Zeit verbringen müsste.

Und dieses Jahr ist es nun soweit. Bevor es Anfang Mai auf die jährliche Himmelfahrtsradtour den Rhein entlang von Breisach nach Bonn geht, nehme ich mir einfach etwas Zeit und verbringe vorher ein paar Tage in Riquewihr, einem hübsch hergerichteten Weindorf.

Riquewihr

Riquewihr

Die Vogesen sind eine tolle Gegend um Rad zu fahren, aber ich habe mich dieses mal für die etwas entschleunigtere Entdeckungsvariante, nämlich für das Wandern entschieden. Rad wird in der kommenden Woche noch genug gefahren.

Wie immer auf meinen Reisen, habe ich mir schon vorher genau überlegt, auf welche Wanderungen ich gern gehen will… und es gibt viele tolle Routen. Da fällt die Wahl schwer. Für den Anfang wollte ich erstmal direkt vor der Haustür ein bisschen durch den Wald stapfen. Einfach nur in den Wald eintauchen und hoffentlich bei schönen Wetter das zarte Frühlingsgrün der Bäume genießen.

Und der Wettergott war mir hold. Strahlender Sonnenschein schon beim Aufwachen und es sollte fast den ganzen Tag so bleiben. Riquewihr befindet sich mitten im Weinbaugebiet des Elsass und schmiegt sich im Westen an den Rand der Vogesen.

Weinberge rund um Riquewihr

Allerdings ist Riquewihr auch ein touristischer Hotspot und wimmelt einfach so vor Menschen. Da ist es für mich immer eine schöne Sache, wenn ich so einen Ort hinter mir lassen und in den Wald eintauchen kann. Stille … nur die Farbenpracht des frischen Frühlingsgrün an den Bäumen. Einfach schön … zum Durchatmen und Entschleunigen.

Herrliches Maigrün

Auf breiten Wegen ging es stetig bergauf. Eigentlich unspektakulär … aber genau das war es auch, was ich mir vorgestellt hatte. Einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen, den Geräuschen des Waldes lauschen und die Zeit rieseln lassen.

Mittendrin …

Auf breiten bequemen Wegen

Ausblick

Auch wenn ich den Wald liebe, bin ich immer auch auf der Suche nach einem Fernblick. Ich mag diese Momente, wenn ich irgendwo auf einer Anhöhe stehe und der Blick ohne Grenzen über die Weiten streifen lassen kann. Aber irgendwie hatte ich heute im Wald nie einen wirklich freien Blick über den Elsass. Da war ich schon froh, als ich zumindest mal einen kleine freien Blick erhaschen konnte 😉

Fernblick … wenigstens ein bisschen 😉

Mein Mittagsziel für eine Pause war die Kapelle und Herberge St. Alexis und das letzte Stück dahin hat mich zum Glück auch mal von diesen breiten Forstwegen runter auf schmale Pfade geführt … mal eine schöne Abwechslung.

Auf nach St. Alexis

Auch wenn die Kapelle geschlossen war, war es doch ein lauschiges Plätzen, um den Beinen ein bisschen Ruhe für die noch kommenden Höhenmeter zu gönnen.

St. Alexis

Weiter führte mich mein Weg aufwärts und tief durch die Wälder rund um Rihquewihr. Das Wetter war inzwischen etwas wechselhaft. Sonne raus. Sonne weg. Klamotte an. Klamotte aus. 😉 … Es ist eben erst Anfang Mai und da muss man einfach mit solch wechselhaftem Wetter rechnen.

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Irgendwann musste ich dann doch den Wald wieder verlassen. Das letzte Viertel meiner Tour führte ab Hunawihr über freies Gelände und durch die Weinberge. Auch schön. Besonders die Kirche von Hunawihr ist malerisch zwischen die Weinberge eingebettet …

Kirche von Hunawihr

Weinberge rund um Hunawihr

Und so ging eine schöne stille Wanderung hier im Elsass zu Ende. Nach so einem Tag dann wieder in die Wuseligkeit des Touristenortes Riquewihr einzutauchen fällt zumindest mir immer ziemlich schwer, aber bei einem entspannten Cafe au Lait habe ich mich schnell wieder „eingewöhnt“ 😉

Eine schöne unspektakuläre Runde, die mich über knapp 20 km und 750 Hm durch den Wald um Riquewihr führte und wie immer gibt es zum Schluss an dieser Stelle die ganze Route als Track.

Download

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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