Radwandern in der Sächsischen Schweiz

Es wurde mal wieder Zeit für eine Tour mit Freunden auf der Nationalparkroute durch die Sächsische Schweiz. Nachdem ich im Sommer 2016 zu einer Rennrad-Panorama-Tour eingeladen hatte, sollte es dieses Jahr endlich mal wieder auf breiteren Reifen durch das herrliche Gebiet der Sächsischen Schweiz gehen. Das hatten wir zuletzt Anfang November 2015.

Doch diesmal hatte ich mir etwas besonderes ausgedacht. Wenn wir schon die herbstlichen Farben der Sächsischen Schweiz genießen, sollten wir dies nicht nur zwischen den Bäumen tun, sondern einfach mal von Oben auf die herrlichen Weiten des Elbsandsteingebirges schauen. Daher sollte es nach etwa 3/4 der Tour einen Wanderabstecher hoch auf den Teichstein geben. Den hatte ich im Sommer für mich entdeckt und dieses Erlebnis wollte ich unbedingt mit meinen Radelfreunden teilen.

War schon witzig, woher Radfreunde so kommen, um eine schöne Tour zu erleben. Ich hatte einfach nur über Facebook im engsten Bekanntenkreis zu meiner kleinen Tour eingeladen und tatsächlich kam heute auch Radler aus der Berliner Gegend und aus Düsseldorf angereist. Großartig … und natürlich Ansporn, ein tolles Erlebnis zu bieten 😉

Der Tag versprach tolles Wetter: Sonnenschein und fast 20° waren angekündigt.

 

Gegen 9.30 Uhr trudelten die ersten auf dem Parkplatz der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf ein, wo es vor der Tour natürlich ein ordentliches Frühstück gab. Fast 25 Radler, angefangen vom 10jährigen sportlichen Mädchen bis zum erfahrenen Radler … alle hatten Lust auf einen schönen Tag in einer tollen Gegend.

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Durch herrliche Herbstfarben führte uns unser Weg zunächst fast 3,5 km einfach nur bergab bis hinunter zur Kirnitzsch. Da vergisst man einfach, dass man diesen ganzen Höhenunterschied irgendwann auch mal wieder hinauf muss. 😉 Und warum soll man sich den Kopf zerbrechen, wenn man zwischen diesen Farben radeln kann:

 

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Entlang der Kirnitzsch ging es auf der Nationalparkroute immer weiter stetig bergab, bis zum Kirnitzschtalstraße. Ich bin zwar kein wirklicher Freund des Radelns auf der Straße, aber wenn man in der Sächsischen Schweiz einen Rundkurs fahren will, um Streckendopplungen zu vermeiden, dann bleibt das leider nicht aus.

Vorbei am unvermeidlichen Lichtenhainer Wasserfall (ja ich gestehe, ich werde nie verstehen, wie man einen Wasserfall künstlich erzeugen kann, nur damit die Schleuse regelmäßig für die Touristen mit Getöse geöffnet wird 😉 ) führte uns unsere Tour bis zum Parkplatz am Nassen Grund, wo wir wieder in den Wald eintauchen konnten.

Breite Forstwege führten uns mitten rein in das Herz des Nationalparks Sächsische Schweiz und eigentlich hat es wirklich keiner besonderen Herausforderungen auf dem Weg gebraucht, denn die Aha-Momente und Ausblicke rechts und links neben dem Weg waren (selbst für mich, die ich die Gegend inzwischen einigermaßen kenne) ausreichend Erlebnis!

Was gibt es denn hier zu sehen?

Blick auf die Schrammsteinkette

Und wer doch eine fahrtechnische Herausforderung brauchte, wurde auch dafür fündig. Der mitunter sandige Untergrund des Weges war gerade bei kurzen knackigen Anstiegen nicht ohne! Da durfte natürlich auch geschoben werden 😉

Es darf auch geschoben werden

Die nächste Attraktion war die Passage der Affensteine… da bildete sich schon mal ein Kneul, weil man einfach Zeit um Fotografieren brauchte. Aber genau dafür waren wir ja hier … Entdeckertour in einer herrlichen einzigartigen Gegend.

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Nun wurde es langsam Zeit, dass wir unseren Rastplatz, das Zeughaus im Gebiet des Großen Zschand, ansteuerten, denn dort sollte es heute eine Besonderheit geben. Ich wollte meine Begleiter auf den Teichstein führen. In einer etwa 30 minütigen gemütlichen Wanderung gelangt man zu einem herrlichen Aussichtsfelsen und die Räder kann man gut am Zeughaus stehen lassen.

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Die Belohnung für die Mühe und das Umstellen auf Fortbewegung zu Fuß war oben auf dem Aussichtsplateau des Teichsteins diese fantastische Aussicht, bei herrlichen warmen Sonnenstrahlen:

Blick vom Teichstein

Natürlich haben wir es uns dann erstmal auf den warmen Steinen gemütlich gemacht, die Zeit rieseln und unsere Seele baumeln lassen.

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Nach dieser ausgiebigen Pause hieß es aber dann doch irgendwann an den Abstieg denken, denn da es auf dem Teichstein natürlich keine Verpflegung gibt, war noch eine Einkehr im Zeughaus geplant. Und so langsam knurrte auch mir der Magen … und wer mich kennt weiß, dass ich das gar nicht leiden kann 😉

Die restlichen reichlich 10 km haben wir in aller Ruhe absolviert. Dies war ohnehin nötig, denn es ging stetig bergauf. Für mich ist da jede Hektik ausgeschlossen … bin froh, wenn ich oben ankomme 😉

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Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder in Hinterhermsdorf  … ich war ziemlich geschafft, aber sehr zufrieden. Es war ein wunderbarer sonnendurchfluteter Tag in den Wäldern der Sächsischen Schweiz. Und immer dann, wenn ich Gästen aus anderen Gegenden meine Heimat zeigen kann, merke ich ganz besonders, in was für einer schönen Gegend ich leben darf.

Und das war unsere heutige Radtour durch die Kernzone der Sächsischen Schweiz mit einer Wandereinlage zum Teichstein.

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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