Monte Brione

Endlich war er da, der MTB-Urlaub am Gardasee. Viel hatte ich schon gehört und nun war ich selber da, um die Wege und Berge rund um den Gardasee zu erklimmen. Das Hotel Flora in Riva del Garda, im Norden vom Gardasee, bietet ein perfektes „Basislager“ um in den kommenden Tagen auf Entdeckertour zu gehen.

Da Thorsten schon einmal hier war, hatten wir auch schnell einen Plan gefasst, wohin unsere erste Tour zum Eingewöhnen gehen sollte: zum Monte Brione, dem 376 m hohen Hausberg von Riva del Garda.

Auch wenn man sich bei der Tour vermutlich nicht wirklich verfahren kann, habe ich recht schnell einen Tourentrack hinauf zur Aussichtsplattform gefunden. Mir ist das immer irgendwie lieber, wenn ich was zum Navigieren habe 😉 … und so war alles in bester Ordnung und der Tag konnte starten. Und das tat er dann auch. Was für ein herrlicher Sonnenschein! Schon am Morgen begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel und ein toller Blick auf den Gardasee.

Gardasee in Riva del Garda

Entlang am Nordufer des Gardasees startete unsere Tour, bis wir in Torbole das Seeufer verlassen haben und unser Weg östlich um die Nordspitze bis zum westlichen Aufstieg des Monte Brione führte. Schön so, wie es der Track vorsah 😉

Monte Brione (Gardasee)

Nordspitze des Monte Brione

Voll asphaltierter Radweg oder zumindest befestigter Schotterweg machten das Fahren echt einfach. Fast zu einfach 😉 Aber wer will sich schon beschweren? Ich jedenfalls nicht … denn recht schnell begann der Aufstieg hoch zum Gipfel. Zuerst fand ich das ja noch ganz nett. Bissl auspowern.

… es geht aufwärts

Mir ist ja klar, dass man einen Berg nicht hochkommt, ohne irgendwie Anstiege zu bewältigen. Also habe ich die kleinen Gänge und eine große Übersetzung „eingeworfen“ und mich Meter für Meter hochgekurbelt. Und wenn es all zu arg wurde und ich einfach nicht mehr konnte (was etwas öfter vorkam 😉 ), haben wir einfach eine Pause gemacht und die herrliche Aussicht auf den Gardasee und das Bergmassiv genossen.

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Doch dann wurde es echt heftig. Ich habe keine Ahnung, wer so einen Anstieg mit den Weggebenheiten hinauf fahren kann. 😮 Wäre es nur der Anstieg gewesen, hätte ich es einfach auf meine nicht vorhandene Kondition geschoben… aber da ging es zum Schluss heftig über lose Steine und Felsabsätze … auf dem Bild sieht das (wie fast immer 😉 ) harmlos aus … war es aber nicht! Für mich hieß es absitzen und schieben.

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Ich hatte mich die ganze Zeit irgendwie schon gewundert, dass wir auf der Strecke so allein waren. Der Monte Brione soll doch so ein beliebter Ausflugsberg für Wanderer und Radler sein. Wieso waren wir denn hier so allein unterwegs?!

Na ja, was soll ich sagen… die Auflösung gabs dann als wir fast oben auf dem Aussichtsplateau waren: Wir sind die Route einfach falsch rum gefahren und haben eben mal den Trailpfad statt den asphaltierten Radweg genommen! 😮 … Der Wegweiser oben zeigte uns das ziemlich deutlich.

Da bin ich mal wieder den Tücken des Internets auf den Leim gegangen. Ein Track als Grundlage für eine Tour ist etwas wunderbares. Aber gleichzeitig auch eine Blackbox, wenn es keine vernünftige Beschreibung gibt… denn man weiß eigentlich nur, dass da jemand lang gekommen ist. Ob geschoben, oder gefahren, oder welche Probleme es gab, weiß man nicht und kann sich nur überraschen lassen. Also: wer auch immer animiert wird, diese Tour nachzufahren: diese Aufstiegsvariante ist echt steil, und das letzte Stück vom Aufstieg nur mit viel Können und Kondition fahrbar. Für mich eindeutig eine Schiebestrecke 😉

eigentlich gehts runter, wo wir hochgekraxelt sind 😉

Und nur um Missverständnissen vorzubeugen … diesen Holperweg runter zu fahren wäre für mich genau so ein Abenteuer gewesen, wie das Hochgekraxel. Da fehlen mir einfach noch ein paar Trailfähigkeiten 😉

Doch nun sollte es endlich auf das Aussichtsplateau gehen. Die Batteria di Mezzo war einmal Teil einer Festungsanlage, die Ebene zwischen Riva und Arco sichern sollte.

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Und bei der fantastischen Rundumsicht vom Bergplateau ist auch völlig klar, warum dieser Platz für die Festungsanlage gewählt wurde. Einfach nur atemberaubend schön!

Blick auf den Gardasee

Blick auf die Ebene zwischen Riva und Arco

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Für den Weg runter vom Berg haben wir dann ganz gepflegt den Asphaltweg genommen … man muss ja nicht alles ausprobieren.

Und weil noch recht viel Tag übrig war, als wir wieder unten am Fuß des Monte Brione waren, sind wir einfach noch ein bisschen Richtung Hinterland nach Arco gefahren. Vorbei am Castello die Arco, einer wunderbar anzuschauenden Burgruine, auf die wir aber nicht hoch sind … sah auch von unten super aus 😉

Castello di Arco

Nach einem entspannten Espresso auf dem kleinen Markplatz von Arco …

Marktplatz von Arco

… ging es zurück nach Riva. Reichte für den ersten Tag … und einfach so zum Tagesausklang am Strand sitzen und die Abendsonne genießen ist schließlich auch was! 😉

Ein wunderbarer erster Tag am Gardasee geht zu Ende

Und das war sie, unsere erste Gardasee-Tour mit einer recht abenteuerlichen Auffahrt hoch auf den Monte Brione

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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