Monte Baldo

Heute war mal zur Abwechslung ein radfreier Tag, auch wenn das nicht bedeutet, dass auf der faulen Haut gelegen wird. Nein … heute sollte es auf den Monte Baldo in Malcesine gehen.

Na ja, genauer gesagt ist der Monte Baldo ein 30 km langer Bergrücken, den wir aber natürlich nicht an einem Tag ablaufen. Wir wollten einfach mit der Seilbahn in Malcesine auf den Berg hoch und oben einen entspannten Spaziergang machen.

Man kann auch mit dem Rad hoch auf den Berg, aber diese Touren sind mit ziemlich steilen Anstiegen verbunden, oder sehr lang. Kann man sicherlich alles machen, aber wir hatten heute mal Lust auf Fortbewegung zu Fuß 😉 Also haben wir uns Tickets für die Berg- und Talfahrt besorgt und los gings.

Funivia Malcesine (Seilbahn Malcesine)

Aber so locker flockig ging es gar nicht hoch auf den Berg. Die Seilbahn fährt nur alle 30 Minuten und man muss Geduld haben, dass man auch mitkommt. Sonst heißt es … noch mal 30 Minuten warten.

Wir hatten Glück und auch noch einen netten Fensterplatz ergattert, so dass man während der Auffahrt immer super den näher kommenden Bergrücken sehen konnte.

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Leider hatte der Wettergott heute keine so gute Laune. Es war relativ kühl und die Wolken hingen ziemlich tief. Schon bei der Auffahrt war absehbar, dass sich der Gipfel des Monte Baldo langsam aber sicher in Wolken hüllen wird.

Aber erstmal hatten wir bei unserer Ankunft noch einen halbwegs weiten Blick über den Bergrücken.

On Top … Monte Baldo

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Und es war hundekalt! 😮 … Sofort nach dem Ausstieg aus der Gondel habe ich angefangen, zusätzliche Klamottenlagen anzulegen! Und mir wurde noch kälter, als ich die Touristen sah, die in Flip Flops und dünnen Sommerhemdchen auf den Berg gekommen sind. So etwas Verrücktes! Der Bergrücken ist bei Malcesine 1.800 m hoch … selbst wenn da unten am Gardasee milde Temperaturen sind. Oben ganz sicher nicht mehr!

Zunächst sind wir zur südlichen Erhöhung spaziert. Da gab es ein Gipfelkreuz und es sah aus, als ob da nicht so viele Leute rumliefen.

Gipfelkreuz auf dem Monte Baldo

Trotz der kühlen Temperaturen wollten wir noch nicht so schnell wieder runter vom Berg. Vielleicht hofften wir auch, dass es sich die Sonne doch noch überlegt und wir ein paar wärmende Sonnenstrahlen, blauen Himmel und perfekte Fernsicht bekommen.

Also haben wir unseren Rundgang – nach einer kurzen Pause beim Gipfelkreuz – auf dem Monte Baldo fortgesetzt. Auf Grund der kühlen Temperaturen waren nicht ganz so viele Touristen auf dem Berg. War ganz angenehm … auch wenn ich natürlich weiß, dass ich ja auch nur ein Tourist bin 😉

Viel zu sehen gabs da oben aber letztlich nicht. Die Baumgrenze liegt ja gerade so um die 1.800 m … die Gegend war also eher kahl. Da war eine Gruppe freilaufender Rindviecher noch das Spannendste 😉

Wildtiere 😉

Während wir den größten Teil unseres Spaziergangs auf breiten Forstwegen und eher abwärts liefen, merkten wir bald, dass … wenn wir nicht noch ewig in der Kälte um eine Bergkuppe drumrumlaufen oder alles einfach wieder zurücklaufen wollten … den Rückweg über einen relativ steilen und gerölligen Pfad nehmen müssten. Sah ein bisschen abenteuerlich aus.

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Aber wir habe uns beherzt getraut. 😉

Als wir dann wieder oben auf dem Bergkamm waren, verdichtete sich der Nebel bzw. die Wolken so heftig, dass wir kaum noch die Hand vor Augen gesehen haben.

Kaum noch etwas zu sehen

inzwischen war kein Zipfelchen Himmel mehr zu sehen

Zum Glück hatten wir da den Geröllpfad schon passiert und der Weg war breit genug, so dass man sich einfach nicht verlaufen konnte, wenn man nicht völlig blind war 😉

Jetzt reichte es aber auch. Genug gefroren … auf in die Gondel und nix wie runter in das hoffentlich etwas wärmere Malcesine.

Wir hatten Glück. Malcesine ist ein wirklich nettes kleines Örtchen zum Bummeln und Zeit rieseln lassen. Genau das Richtige um die Kälte des Bergrückens bei einem leckeren Essen aus den Knochen zu schütteln…

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Und auch heute gibts natürlich die Streckenaufzeichnung, auch wenn es sich nur um einen eher kleinen, dafür um so nebligeren Spaziergang handelt 😉

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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