Lago di Ledro

Nach unserer gestrigen Eingewöhnungstour hinauf zum Monte Baldo, sollte es heute etwas höher hinausgehen. Unser Ziel war der Ledrosee, den wir über die tolle Panoramastraße Strada di Ponale ansteuern wollten. Aber anders als die Tour gestern, waren heute ein paar mehr Höhenmeter zu bewältigen. Man kann zum Ledrosee auf einer asphaltierten Straße gelangen, oder mit dem MTB über die Ponalestraße, einer wunderbaren Serpentinenstraße nach oben kurbeln.

Der Morgen erwachte mit zuckrigen kleinen Schäfchenwolken und der Aussicht auf einen wunderbaren Tag. Da wir einiges vor hatten, wurde morgens nicht lange rumgetrödelt, sondern schnell das Rad „gesattelt“. In nordwestlicher Richtung ging es am Ufer des Gardasees entlang, bis wir die Autostraße verlassen und auf den Schotterweg der Ponale wechselten.

Einstieg in die Strada di Ponale

Ich hatte ziemlich zu kämpfen, denn da gab es eine Menge Abschnitte, an denen nur große lose Schottersteine lagen, über die man mit dem MTB drüber muss (dafür ist so ein Ding ja da 😉 ). Aber für mich war das schon eine kleine Lektion zur Beherrschung des MTB … den richtigen Weg finden, damit mein Hinterrad nicht durchdreht … und ohne Schnappatmung vorwärts kommen 😉

Und wenn es mir mal doch zu anstrengend wurde, habe ich einfach angehalten und die herrliche Aussicht genossen.

Strada di Ponale

Pause zum Aussicht gucken … 😉

Allein ist man auf dieser Strecke allerdings nie. Von unten kurbeln Leute mit einem hoch und von oben kommen kühne MTBer in rasantem Tempo runter. Ist manchmal eine etwas suboptimale Kombination gewesen, bei der es immer wieder einfach hieß: bloß gut aufpassen!

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Irgendwann hat man den Schotterweg der alten Strada die Ponale geschafft, was aber nicht bedeutet, dass die Plackerei ein Ende hat, sondern nur, dass es nun auf einer asphaltierten Straße weitergeht …aber nicht minder steil 😉

Ja, es war schweißtreibend (zumindest für mich 😮 ) und doch ist da – auch bei mir – immer so ein Dauergrinsen auf dem Gesicht gewesen. Für mich ist die Kombination aus Sonne, Bergen und Wasser etwas ganz besonderes. Ich kann davon irgendwie gar nicht genug bekommen.

Während die Strada di Ponale parallel zum Gardasee verlief, führte die daran anschließende Straße immer weiter hinein ins Gebirge und weg vom See. Die umgebenden Berge rücken enger zusammen.

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Das schöne war aber, dass wir nicht auf der Landstraße fahren mussten, sondern auf einem eigenen Schotterradweg kurbeln konnten. Während auf der Strada di Ponale noch heftiges Gedränge aus Wanderern und Radlern war, hatten wir nun unsere Ruhe 😉

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Und dann gab es eine ganz fiese Überraschung! So kurz vor dem Ziel, wenn man sich schon darauf freut, die Kurbelei nach oben fast geschafft zu haben, kommt da so ein unscheinbares Hinweisschild daher!

Fast geschafft … aber eben nur fast 😉

Normalerweise sind ja 200 Hm auf fast 3 km machbar, aber das wäre zu einfach gewesen! Neeee … plötzlich ging es aber sowas von aufwärts (wie immer ist das auf Bildern nie richtig zu sehen).

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Das war gar kein langes Stück, sondern einfach nur fies steil und unerwartet. Und ich gestehe: Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr kurbeln! … Ich musste absteigen, erstmal herzhaft durchschnaufen und ein Stück schieben 😮 … Vielleicht kennt das jemand: der Moment, wenn die Beine einfach keine einzige Kurbelumdrehung mehr hinkriegen und es sich anfühlt, als würde man jeden Moment seitlich umfallen und wie ein toter Käfer auf dem Rücken liegen 🙂 So ungefährt hab ich mich in dem Moment gefühlt. Aber irgendwann habe ich auch diesen Tourabschnitt geschafft, war oben und der Ledrosee lag vor uns … toll eingebettet zwischen den Bergen.

Ledrosee

Ledrosee … das Tagesziel ist geschafft

Noch schnell bis zum hinteren Ende des Sees geradelt und dann wurde erstmal Pause gemacht … einfach mal alle viere von sich strecken! Der Himmel zog sich zwar etwas zu und es wurde frisch, aber das war nicht wirklich schlimm. Selbst die Enten des Sees fassten allmählich zutrauen zu uns (oder sie witterten einfach nur Futter 😉 )

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Die Rückfahrt ging dann – wie immer – recht zügig, mussten wir uns doch mehr oder weinger nur rollen lassen 😉 … fast unten angekommen empfing uns der tolle (wenn auch inzwischen etwas diesige) Blick auf die Nordküste des Gardasee.

Blick auf Riva del Garda und den Monte Brione

Riva del Garda ist ein niedliches Örtchen, dass aus einem ziemlich wuseligen neueren Teil und einer wirklich hübschen Altstadt mit Hafen besteht. Und in der Altstadt fand unser Tag dann bei einem leckeren Essen in einem knuffigen Restaurant mit Straßentischen einen entspannten Ausklagen 😉

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Unsere heutige Tour über die Strada di Ponale und weiter zum Lago di Ledro) … eine wirklich schöne Tour.

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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