Lago di Tenno

Neuer Tag. Neues Glück … und natürlich eine weitere Tour durch die Berge am Gardasees. Heute sollte es in nördlicher Richtung zum Bergsee Lago di Tenno gehen, der wegen seiner türkisen Farbe auch Lago Azzurro genannt wird.

Der Tag startete mit ziemlich tief hängenden Wolken… da geht ganz sicher noch was i.S. Sonne!

Da geht noch was i.S. Sonne 😉

Unsere heutige Tour führte uns leider lange Strecken auf der Landstraße, aber das würde schon gehen. Am Anfang mussten wir gemeinsam mit den ganzen Ausflüglern, die im Auto die Gegend erkunden wollten, quer durch den Ort und dann rauf auf eine Fernstraße. 😮

… nicht wirklich romantisch

Ich mag das irgendwie gar nicht. Aber es nutzt ja nichts. Wenn wir zum Lago di Tenno wollten, musste das eben sein 😉  Und wir wurden ja durch die Ausblicke rechts und links neben der Straße für das etwas unromantische Asphaltgekurbel entschädigt.

Herrlicher Ausblick entschädigt für Asphaltgekurbel

Nach etwa 7km hatte ich dann meinen „großen“ Moment des Tages! 😮 Normalerweise fahre ich ja nie ohne eine vorgeplante Strecke, d.h. mit einem Track auf meinem Navi, damit auch ja nichts schief gehen kann. Na ja, bis es dann doch passierte 😉 … In Deva, einem kleinen Ort nördlich von Riva del Garda hatten wir schon 270 Hm geschafft und es gab zwei Straßen zur Auswahl; eine führte hinauf und die andere kleinere, romatischere hinab. Nach einer kurzen Diskussion, bei der ich stur und steif behauptetet, dass die abwärts führende Straße auf jeden Fall die richtige wäre (mein Navi lügt nie! 😉 ), hatte ich mich durchgesetzt und wir nahmen den kleinen Weg abwärts.

ja ja… hier ging es dann doch wieder rauf (auch wenn der Ausblick herrlich war 😉 )

Eindeutig die falsche Entscheidung – man muss das Navi nur richtig lesen können!!! 😮 Bis wir (ok… ICH), das auch einsah, waren wir schon locker 70 Hm abwärts gedüst, die wir nun wieder mühsam hinauf kraxeln mussten. … aber der Blick runter zum Gardasee war super! 😮 😎

Das ich mich damit nicht sonderlich beliebt gemacht habe ist verständlich 😉 . Also hieß es die Richtung ändern und wieder zurück auf die Landstraße … ich im Schiebemodus und mit einer Menge nicht ganz jugendfreier Flüche auf den Lippen 😉

Oben wieder angekommen konnten wir aber wenigstens die große Landstraße verlassen und auf einer weniger befahren Straße weiter radeln. Stetig bergauf, aber nicht mehr ständig „bedroht“ von irgendwelchen überholenden Autos … so viel entspannter!

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Unser nächste Ziel war Thenn (oder auch Tenno) , also der Ort, der unserem heutigen Tagesziel (Lago di Tenno) seinen Namen gegeben hat …

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…mit seinem Castello di Tenno.

Castello die Tenno

Was man aber auf keinen Fall verpassen darf, wenn man sich schon einmal bis Tenno hochgekurbelt hat, ist der tolle Aussichtspunkt am Ende der Via Nicolo Piccinino.

Aussichtspunkt in Tenno

Von hier oben kann man die ganze Nordküste des Gardasees und die flankierenden Berge überblicken. Einfach ein Fleckchen Erde, bei dem man sehr gern etwas länger verweilen will.

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Doch bis zum See war es noch ein ganze Stück, so dass wir uns bald wieder auf den Weg machten. Galt es ja immer noch einige Höhenmeter zu bewältigen.

Und dann lag er vor uns, der Lago di Tenno … eigentlich kein so großer See, aber seine türkise Farbe wirkte schon ziemlich surreal. 😉

Lago di Tenno

Lago di Tenno … mit etwas wenig Wasser

Wir haben dann versucht, den See mit dem Rad zu umrunden, aber so richtig drumrum fahren geht nicht. Wir mussten ein Stück schieben und uns durch das Unterholz schlage ;-).  Man kann eben nicht alles haben.

Im örtlichen Cafe haben wir uns dann erstmal eine Pause gegönnt und dabei diesen süßen Schnappschuss eingefangen … SO kann man sicherlich auch durch die Berge am Gardasee radeln 😉

So kann Radeln auch gehen 😉

Der Lago war für den heutigen Tag der nördlichste Punkt unserer Tour, aber noch nicht der Höchste. Die Tour war als Rundtour geplant und um wieder nach Riva zurück zu gelangen, mussten wir uns zwar wieder südlich halten, aber auch noch ein ganzes Stück am Berg aufwärts kurbeln. Puh … ich gebe zu, dass ich zwischendrin ganz schön gekämpft habe. Irgendwann war der höchste Punkt erreicht und unser Weg führte endlich bergab! Ziemlich bergab! Ich hatte zwischendrin das Gefühl eigentlich permanent auf der Bremse zu stehen, da ich es ja nicht so mit der Geschwindigkeit habe. Und diese gräßlichen Betonplatten schütteln einem dabei auch noch alle Knochen durcheinander 😮 😮 😮

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Und die Reizüberflutung, die ich schon die ganze Zeit hatte, seit wir am Gardasee unterwegs sind, leistete auch auf diesem Tourabschnitt ganze Arbeit! Ich konnte einfach nicht genug kriegen 😎

Riva del Garda

Ein letzter Halt an der Bastione, einem Turm und Restaurant am westlichen Berghang von Riva. Natürlich gibts auch hier – wie könnte es anders sein – wieder diesen unglaublichen Blick auf den Gardasee und sein nördliches Umland.

Gardasee und Riva del Garda

 

Bastione – eine Burgruine am Hang von Riva del Garda

Eigentlich wollten wir hier etwas essen, aber die Karte hat uns irgendwie nicht so richtig vom Hocker gehauen, so dass wir direkt weiter nach Riva gefahren und uns dort zum Tourabschluss eine leckere Portion Kohlehydrate gegönnt haben … nach all der Plackerei 😉

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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