Arco, Dro und eine Regenschlacht

Da war er also da, der letzte Tag für diesen Urlaub am Gardasee und natürlich wollten wir heute noch mal raus … vielleicht nicht gerade wieder irgendeinen hohen Berg hoch kurbeln, sondern einfach mal ein bisschen dahin rollern. Das wäre völlig ausreichen 😉 Außerdem war die Wetterprognose für heute nicht sehr freundlich.

Also haben wir uns entschlossen, in die nördliche Ebene vom Gardasee entlang des Flusses Sarca in Richtung Arco, Dro und – je nach Lust und Laune – noch ein bisschen weiter zu radeln.

auf gehts in die nördliche Ebene vom Gardasee in Richtung Arco

Vorbei am Monte Brione, dem wir vor ein paar Tagen einen Besuch abgestattet hatten, ging es auf asphaltiertem Weg voran.

Irgendwie war heute nicht mein Tag. Meine Beine waren schwer, mir war irgendwie kalt und ich war ein bisschen maulig 😮 … so kam es auch, dass ich noch nicht mal wirklich Lust zum Fotografieren hatte. Ich habe da mal wieder so richtig gemerkt, dass ich eine Schön-Wetter-Draußen-Rumtreiberin bin 😉

Bei verhangenem Himmel und dem einen oder anderen Nieselregen führte uns unsere Tour erstmal 26 km bis nach Pietramatura, einem kleinen verschlafenen Dorf irgendwo in der Sarca-Ebene (oder auch Basso Sarca genannt). Dort hatte noch nicht einmal eine Bar offen, um einen schnellen Cafe zu trinken … wirklich seeeeeehr verschlafen 😮

Danach hatten wir keine Lust mehr weiter zu fahren und machten uns auf den Rückweg, wobei wir eine andere Strecke nehmen wollten. War eigentlich kein Problem, denn es gab einen markierten Weg, der zurück nach Riva führt.

Wir also die Seite vom Fluss Sarca gewechselt und nichts wie rauf auf diesen Weg, der allerdings jetzt ein ausgewachsener Schotter- und Waldweg war. Ich habe echt Schwierigkeiten, auf losem Untergrund zu fahren. Hoch komme ich noch ganz gut, aber wenn es dann mal ein Stück runter geht, habe ich immer – trotz der breiten Reifen und dem Profil der MTB-Reifen – das Gefühl, die Bodenhaftung zu verlieren. … Ich würde ja gern mal so richtig locker flockig einen dieser Waldweg runter düsen, aber irgendwie blockiert da mein Kopf … und die Bremse „qualmt“ … auch wenn ich den Satz „Geschwindigkeit gibt Sicherheit“ mehr als gut kenne… ich kriege das einfach nicht hin 😉

Schotterpiste auf dem Rückweg nach Riva

Auf einer Anhöhe, die wir in strömendem Regen und ich inzwischen mit (zugegeben) nicht mehr so ganz guter Laune erreichten, hatten wir noch einmal einen schönen, wenn auch heute sehr trüben Fernblick. So richtig wahrgenommen habe ich den aber tatsächlich erst später beim Sichten der Bilder. Mir war unterwegs einfach zu kalt und zu nass 😮 😉

Blick über die Sarca-Ebene nach Riva

Blick über die Sarca-Ebene

Blick über die Sarca-Ebene nach Riva

Um uns wenigstens ein bisschen aufzuwärmen, haben wir in Dro in der ersten und auf der ganzen Strecke auch einzigen Bar Pause gemacht und den Regen vorbeiziehen lassen. Hat funktioniert 😉 … so dass wir das letzte Stück der Tour halbwegs trocken zurücklegen konnten. Ich war echt froh, als ich endlich unter der Dusche stand und warme Klamotten an hatte 😉

Und doch war es auch ein guter Abschluss für diese Radwoche am Gardasee. Wir haben Berge „erkurbelt“, tolle Ausblicke genossen und neue Gegenden erkundet. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, einen Urlaub zu verbringen, in dem ich nicht wenigstens ein bisschen aktiv bin. Kein Leistungssport, aber auf jeden Fall irgendwie Bewegung. Die Vorstellung, einfach irgendwo wie ein Brathering am Strand zu liegen, kann mich dagegen überhaupt nicht (mehr 😉 ) begeistern … gut so!

Das war sie also, die letzte der Gardaseetouren im September 2018.

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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