Entspannende Seenrunde

Eigentlich war mir heute morgen nicht so richtig nach um 7 Uhr aufstehen und wandern gehen. Das Wetter versprach eher nicht so toll zu werden. Ziemlich bedeckter Himmel und es hatte in der Nacht geregnet 🙁  Meine Erkältung hatte sich weiter zu einem Brummschädel manifestiert und alles in mir schrie nach einfach noch mal rumdrehen.

trübe Aussichten

Aber dann habe ich mich doch aufgerafft. Hatte ich Hilde vom Tourismusverein Nauders doch versprochen, pünktlich um 8.30 Uhr auf der Matte, also vor der Touristinformation, zu stehen. Außerdem … was sollte ich denn den ganzen Tag im Hotel machen? 😉  Zumal das Programm wegen der Wetterprognose auch umgestellt wurde und es heute auf eine entspannende Runde in Nauders gehen sollte. Nach den fordernden Touren am Samstag und Montag, war mir das sehr recht. Ich bzw. meine Beine brauchte ein wenig leichtere Kost.

Am westlichen Dorfrand von Nauders gibt es das Mutzkopfgebiet und da sollte es heute hin gehen. Man kann zwar mit der Seilbahn zum kleinen Mutzkopf hochfahren und dann oben weiterwandern, aber wir haben uns entschieden in aller Ruhe hinauf zu wandern, um den Schwarzsee (Schwarzer See) und dann den Grünsee (Grüner See) zu besuchen.

wir sind auf dem richtigen Weg

Der Himmel sah bei Tourstart ziemlich dramatisch aus. Die Wolken hingen bereits ziemlich tief und zogen sich immer enger um die Berggipfel.

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Auf der einen Seite mag ich zwar diese mystische Stimmung, andererseits erhöhte sie aber auch das Risiko, dass wir nass wurden 😉

Auf kleinen Pfaden ging es für uns (Katrin, Reinhard, Gert, Ole, Hilde und ich) parallel zum Oberinntal aufwärts …

… und es dauert wirklich nicht lang, bis es wirklich anfing zu regnen. Das erste Mal, seit ich hier bin, musste ich meinen Rucksack plündern und die Regenklamotten anlegen. Aber dafür sind die ja auch da.

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Um so schöner war die Stimmung (ja, ja, ich weiß wie das klingt! Regen und schöne Stimmung! Nicht gerade Begriffe, die man normalerweise zusammen nennt 😉 ) Aber es war wirklich so! Die Wolken schmiegten sich an die Hänge des Inntals und ich musste einfach immer wieder stehen bleiben, sehen und natürlich fotografieren 😉

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Der Regen war schnell vorbei und kehrte auch nur noch einmal zurück. Auf schönen Wegen ging es recht gemächlich aufwärts, auch wenn zwischendrin mal einige kleinere Anstiege und wurzelige Stellen dabei waren. Alles kein Problem! 😉

reizvoller Aufstieg … natürlich mit Seilen gesichert

Am Schwarzsee angekommen, gönnten wir uns erstmal eine Rast, um an diesem schönen Ort zu verweilen. Auf dem Schwarzsee gibt es ganz viele Seerosen, die wunderschön blühten und gemeinsam mit dem Piz Lad (dem Nauderer Hausberg) im Hintergrund, eine sehr friedliche Stimmung ausstrahlten.

Schwarzsee mit Piz Lad

 

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Schwarzsee mit ein bisschen blauem Himmel

Den Namen verdankt der See dem überaus moorigen Untergrund und tatsächlich hatte der See eine sehr dunkle Farbe. Kaum vorstellbar, dass da irgendwelche Fische drin leben.

Weiter führte unser Weg dann über einige Höhenmeter zum Grünsee, der wieder ganz anders aussah. Und er begrüßte uns im Glanz der inzwischen vollends strahlenden Sonne. Besonders weit waren wir seit der letzten Rast nicht gegangen, aber anhalten und den Moment genießen mussten wir trotzdem! Wir hatten ja Zeit.

Grünsee bei strahlender Sonne

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Da es heute eine beschauliche, gemütliche Runden werden sollte, haben wir uns dann auf den Rückweg nach Nauders gemacht…

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… allerdings nicht, ohne noch den Berggasthof Riatsch, oberhalb der Talstation der Bergkastelbahn, für eine genüßliche Kuchenrunde anzusteuern. Wenn schon gemütlich genüßlich, dann richtig! 😉

Riatsch-Alm

Diese Tour war wirklich schön zum Trödeln und ohne übermäßige Anstrengung. Ich habe das gebraucht. Jeden Tag mehr oder weniger 20km laufen und dann noch ordentlich Höhenmeter zu bewältigen, schaffe ich dann doch nicht. Und die Tour war auf jeden Fall eine bessere Alternative, als im Hotel nur die Beine hochzulegen! … Also alles richtig gemacht 😉

Da ich heute schon recht früh wieder im Hotel Berghof war, hatte ich endlich mal ausgiebig Zeit, die Sauna in vollen Zügen zu genießen und danach ein leckeres Abendessen bei herrlichem Wolkenschieberspiel auf der Hotelterrasse zu genießen (auch wenn es etwas windig war … aber sonst wären die Wolken nicht so toll „geflogen“).

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Wenn ich mir meine Bilder gerade so noch einmal ansehe, dann hätte ich den Text heute auch „Tag der Wolken“ nennen können. So viele verschiedene Wolken- bzw. Himmelbilder hatte ich schon lange nicht mehr 😉

Ach ja, diesen lustigen „ruhenden (liegenden) Indianer“ hatte ich als Abendgesellschaft 😉 …. Nein, ich habe ihn nicht erkannt. Aber bei genauem Hinsehen (und ein bisschen Fantasie 😉 ) kann man tatsächlich hinten rechts eine menschliche Silhouette, mit verschränkten Armen auf dem Bauch und Kopf mit Augenbrauen, Nase sowie Lippen erkennen 🙂 … niedlich. Übrigens da oben „auf der Stirn“ war ich am Samstag … da sieht man die Fluchtwand 😉

Wer sieht ihn? … den ruhenden Indianer

Und das war die ganze Runde, bei der es zwar auch 500 Hm zu bewältigen gab, aber es waren nur süße 12 km (auch wenn die Grafik unten mal wieder zu viel anzeigt 🙁 )

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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