Tag der Fähren

Nach einem flauschigen Abend im Hotel zur Post starteten wir heute bei recht trüben Wetterverhältnissen in unseren dritten Radlertag. Nach den gestern fast 100 km stand heute eine ähnlich lange Strecke auf dem Plan. Da sind etwas kühlere Temperaturen vielleicht gar nicht so schlecht.

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Zunächst ging es wieder ziemlich unspannend neben der Straße auf dem Radweg entlang … und keine wirklich interessanten Punkte für das Auge. Doch etwa nach 30 km kamen wir endlich in das von dichten Wäldern flankierte Gebiet der Schlögener Donauschlinge, die 2008 zum Naturwunder von Österreich gekürt wurde.

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Und hier kurz hinter Schlögen, genauer gesagt in Au, haben wir das erste Mal ein Stück des Weges mit der Fähre zurückgelegt.

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Schön mittig auf der Donau sind wir etwa vier Kilometer auf dem Wasser entlanggeschippert und konnten in aller Ruhe die Gegend genießen.

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Leider war es nur etwas sehr kühl und windig, denn selbst wenn sich die Sonne mal zeigte, erwärmte sich die Luft nicht wirklich. Ich hatte heute andauern „Schnatterpelle“ und das kann ich so überhaupt nicht leider. 😮 …

Schnatterpelle … kaaaalt 🙁

Aber es nützt ja nichts! Das Wetter ist nun mal wie es ist (oder besser: ich war einfach falsch angezogen 😉 )

Von der Fähre runter, ging es dann weiter in gemächlicher Fahrt durch das Waldgebiet und entlang der Donauauen …

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…bis wir in Untermühl bei einer gemütlichen Einkehr im Gasthof Ernst am Donauufer unsere wohl verdiente Mittagspause ausgiebig zelebrierten.

Landgasthaus Ernst in Untermühl

Mittagspause im Landgasthaus Ernst in Untermühl

Allerdings sind wir bei unserem Mittagsmahl einer kleinen Merkwürdigkeit der österreichischen Gastronomie begegnet. Beim Ankommen und zum Salat wurden mehrere Körbchen mit leckeren Semmeln auf den Tisch gestellt. Und ausgehungert, wie wir waren, haben wir die natürlich auch vertilgt. Soweit so gut. Für mich war das eben das übliche Brot vorweg bzw. zum Salat. Als es dann aber ans bezahlen ging, wurden die Semmeln bei jedem einzeln mit abkassiert. Das hatte ich bis dahin so noch nicht erlebt. War irgendwie komisch. Also nicht, dass der Verzehr dieser leckeren Teilchen nicht bezahlt werden soll. Ganz im Gegenteil. Ich hätte es aber eben besser gefunden, wenn die Semmeln einfach gleich mit in die Speisenpreise mit eingepreist würden. Ich wollte mir dann gar nicht vorstellen, was mit den unvertilgten Semmeln passiert, denn es waren noch welche übrig und somit nicht „verkauft“… Kriegt die dann der nächste Gast? Na egal … alles nicht dramatisch, nur erstaunlich … dem leckeren Essen und der tollen Aussicht hat das aber überhaupt keinen Abbruch getan 😉

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In Untermühl mussten wir wieder ein Stück mit der Fähre auf der Donau fahren, da es an dieser Stelle auf der Nordroute auf Grund des engen Donautals keinen Radweg, sondern nur einen Fußweg gab. Wandern wäre bestimmt gegangen … aber wir war ja mit dem Rad unterwegs 🙂 . Wir hätten zwar auch auf die Südseite wechseln können, aber wir haben uns einstimmig entschieden, den Fährweg zu nehmen und in Ruhe den Ausblick auf die Hänge der Donauschlinge zu genießen.

Die Fähre in Untermühl ist da

Und pünktlich zu unserer zweiten Fährfahrt zeigte sich endlich die Sonne auch mal etwas länger. Es war herrlich. Glitzerndes Wasser. Sonnenlicht, dass das frische Grün der Laubbäume strahlen ließ und eine fast schon postkartenhaft kitschige Umgebung … einfach nur zum Genießen und zum Knipsen, was das Zeug hält. 😉

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Nach etwa zwei Kilometer mussten wir wieder an Land und per Rad neben der Donau weiter radeln. Das enge Tal der Donauschlinge war recht schnell vorbei und bis Linz ging es wieder über flaches weites Land entlang der wieder ziemlich breiten Donau.

Die Donauschlinge ist vorbei und die Gegend wird wieder weiter

Leider waren die letzten etwa 10 km vor Linz sehr unangenehm zu fahren, da wir die ganze Zeit parallel zur Bundesstraße fahren mussten … mitten in der Rushhour! 😮 . Ich kann mir weiß Gott etwas Schöneres vorstellen. Linz selbst haben wir keinen Besuch abgestattet, da die Stadtsilhouette nicht wirklich einladend wirkte und wir nach dem idyllischen Naturerlebnis der Donauschlinge alle keine rechte Lust auf das Laute einer Innenstadt hatten.

Zum Glück hörte das Radeln neben der Bundesstraße kurz hinter Linz auf und wir konnten die letzten reichlich 10 km bis zu unserem Etappenziel, dem Gasthof Lehenhof in Luftenberg, wenigstens auf einem ruhigen Radweg zurücklegen, der schnurgerade neben der Donau auf einem Damm entlangführte. Nach der Hektik der Landstraße war das pure Erholung.

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Der Abend klang bei etwas frischen Temperaturen und entspannter Stimmung im Biergarten vom Gasthof Lehenhof aus.

Gasthof Lehenhof in Luftenberg

 

entspannter Ausklang der dritten Touretappe 2017

Und so ganz nebenbei hatten wir heute – ich schätze so kurz vor Linz – unser Tourbergfest, d.h. wir hatten von den geplanten 470 km heute schon die Hälfte geschafft. Ein bisschen ist es untergegangen, da jeder auf der zweiten 100er-Etappe auch mit sich zu tun hatte. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Zu Beginn einer jeden Tour denke ich immer: „wie schön…. noch sooooooo lange Zeit, bis die Tour zu Ende ist!“ Und dann ist eben mal schon wieder Bergfest… Die Zeit rast einfach dahin 🙁

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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