Herrliche Wachau

Heute versprach der Tag endlich spannende Gegend und Abwechslung. Es sollte durch die Wachau gehen. Die ganzen letzten Tage hieß es immer dann, wenn ich etwas maulig wegen der eher unspektakulären Gegend war: „…warte mal ab, bis wir durch die Wachau kommen. Dann ist alles anders!“ 😉  Heute war es also soweit … und dazu noch herrlich sonniges Wetter. Es würde toll werden.

Leider war der Morgen etwas getrübt. Gabi und Fred verlassen uns heute, weil sie die Tour leider nicht mit bis nach Wien fahren können und heim müssen. So begann der Morgen mit dem Verladen von Rädern, denn da Fred nicht mehr den Bus fahren konnte, musste diesen Job ein anderer übernehmen. Dietrich und Thorsten haben sich geopfert und übernahmen im Wechseln den Transporter. DANKE euch beiden!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Als alles verstaut war, ging es in Persenbeug schnell auf den Donauradweg und schon bald zeigten sich im Hintergrund endlich wieder Hügel. Oh ja! Das gefällt mir! … Endlich nicht mehr diese flache Weite, sondern hügeliges Land, dass sich eng an die Donau drängte. Vor uns hatten wir den Naturpark Jauerling-Wachau.

Wir nähern uns der Wachau

Aber bis dahin waren es noch einige Kilometer zu fahren, aber der Radweg führte vorbei an tollen Wiesen und Feldern, die mir genügend Motive zum Knipsen gaben … was ich mir natürlich nicht zweimal „sagen“ ließ (auch wenn das bedeutete, dass ich ständig hinter der Gruppe zurückblieb und mit Schmackes hinterher hecheln musste 😉 ).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am westlichen Rand vom Naturpark Jauerling-Wachau haben wir dann erstmal unsere Frühstückspause eingelegt. Ein knuffiges Cafe, der Haferkasten Heuriger in Emmersdorf, lud uns ein. Und obwohl das Lokal noch nicht geöffnet hatte, bekamen wir einen Kaffee und durften unter den schattenspendenden Schirmen schlüpfen. Die Sonne meinte es heute echt gut und brannte heftig auf die Köpfe.

Pause

Nach unserer Rast führte unser Weg schnurstracks hinein in die Wachau. Weinberge begleiteten unseren Weg, genau wie wirklich nett herausgeputzte kleine Ortschaften. Ich hätte am liebsten angehalten und hier mindestens die nächsten drei Tage Pause gemacht. Von einer Weinwirtschaft zur anderen gehen. Von einem Weingut zum anderen schlendern. Zeit rieseln lassen. Genau dazu lud diese Gegen ein. Spitz, St. Lorenz, Wösendorf und Weißenkirchen

Weißenkirchen

… jeder Ort strahlte diese (und das meine ich absolut nicht abwertend) spießige Friedlichkeit aus.

Weinberge in der Wachau

 

Hügel der Wachau

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier könnte ich mir auch vorstellen, zu wandern. Die Hügel links und rechts der Donau haben förmlich danach gerufen, sie zu Fuß zu erobern. Ich glaube ich habe einen Plan für ein künftiges Urlaubsziel 😉

Aber heute konnte ich nicht lange verweilen. Schließlich standen insgesamt wieder 100 Radelkilometer auf dem Plan. Nicht viel Zeit zum trödeln.

Und dann ging es direkt ins touritische Zentrum der Wachau… nach Dürnstein 🙂  Zugegeben, der Weg von Weißenkirchen nach Dürnstein ist nicht besonders romantisch. Direkt neben der B3 auf dem Bürgersteig zu radeln, macht nicht viel Spaß. Aber wenn das Tal so eng ist, müssen sich eben alle den Weg teilen. Statt ruhiger leerer Wege, radelten wir nun auf stark bevölkertem Fußweg. Aber ein Gutes hat dieser Fuß- und Radweg. Während die Autos und Reisebusse unten an der Donau abparken oder vorbeifahren müssen, durften wir Radler mit den Fußgängern hinein nach Dürnstein. Der Preis dafür war jedoch ein ordentlicher Anstieg …

hinauf zum Ortskern von Dürnstein

…und der Lohn ein phantastischer Ausblick auf die Donau und die umliegenden Hügel bzw. Weinberge. Einfach toll!

Schöne Wachau … in Dürnstein

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach einem gemütlichen Schlendergang durch den Ort, der zugegeben nicht sonderlich groß ist…

Dürnstein … Schlendern durch den Ort

… war es Zeit für unsere Mittagspause und wieder etwas Trödeln im Schatten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Allerdings mussten wir dann leider die Wachau hinter uns lassen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie schnell sich die Umgebung ändern kann. Fast von einem Moment auf den anderen war die Gegend wieder relativ flach und das Auge durfte ohne Schranken mehr oder weniger in die Weite schweifen.

…alles wieder flach

Nach der Wachau gab es nicht mehr wirklich viel Besonderes zu entdecken. Da war noch das Wasserkraftwerk Altenwöhrth und das AKW Zwentendorf, dass allerdings nie in Betrieb gegangen ist. Das hat die Ingenieure und Techniker unter uns natürlich ziemlich interessiert. Mich nicht so sehr 😉

Technik die begeistert 😉

Danach war es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Quartier in Tulln. Direkt am Donauradweg und an der Donau liegt das Hotel Nibelungenhof,

Hotel Nibelungenhof in Tulln

Die Zimmer dort sind echt knuffig. Ich durfte heute das plüschig rote Genießerzimmer beziehen. So ein Stil ist eigentlich überhaupt nicht meins, aber irgendwie passte dieses Zimmer heute genau zur Tourstrecke … knuffig 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Abend brachte uns dann noch eine echte Überraschung. Wie jeden Abend ging es auf die Suche nach einem netten Lokal, in dem wir lecker essen konnten. Der Hotelbetreiber hat uns das Lokal Zum Goldene Schiff empfohlen. Ehrlich, wenn ich an diesem Lokal einfach vorbeigekommen wäre, wäre es nicht meine erste Wahl gewesen. Völlig unscheinbar, sah es irgendwie aus, wie die Kneipe um die Ecke. Aber da die Empfehlung (und Tischreservierung) bestand, machten wir es uns an den Tischen auf der Terrasse an der Straße bequem. Und dann kam die Offenbarung! Das Essen war einfach super. Elegant und doch bodenständig. Und der absolute Knaller war der lauwarme Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern! SO kann gern jeder Abend enden … ganz besonders, wenn wir über 100 km geradelt sind. Da haben wir uns einfach jede Extrakalorie verdient 😉

Soooo lecker! Schokoladenkuchen im Goldenen Schiff (Tulln)

Nach einem Spaziergang auf der Uferpromenade, vorbei an einem ziemlich monumentalen Nibelungenbrunnen …

Nibelungenbrunnen in Tulln

… ging es heute mal nicht gleich ins Bett, sondern zu einem Absacher in die „Strandbar“ … na ja, zumindest war sie bunt 😉

Absacker in „bunt“

Das war sie also, unsere heutige herrlich sonnige Tour durch die Wachau:

Download

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.