Einfach nur weites Land …

Nach einem wunderbaren Abend mit fast so etwas wie Lagerfeuerathmosphäre (Fred, es war einfach nur schön! 😉 ), fing der Tag heute morgen in Bogen sonnig strahlend und vor allem wieder wuselig an… schon viel routinierter als gestern 🙂

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Leider gingen heute nur acht Radler auf die Strecke, da Gabi mit Fred im Bus mitfahren wollte, und Klaus hatte Rückenprobleme und wollte daher vorsorglich zum Arzt (Sigrid begleitete ihn). So dezimiert radelten wir aus Bogen heraus und waren ziemlich schnell wieder am Donauradweg. Der verlief wieder stramm parallel zur Donau, allerdings genau wie am Vortag recht unspektakulär… ein breiter angestauter Fluss mit praktisch wenig Bewegung. Umgeben von einem sehr breiten, weitläufigen Donautal, an dessen Horizont man die sanfte Hügellandschaft des Bayerischen Waldes erkennen konnte. Da wir aber heute mit knapp 100 km eine recht ordentliche Etappe vor uns hatten, war ich jedoch gar nicht so böse, dass es im Grund ständig über eine lange flache gerade Asphalt- oder zumindest Schotterschlange ging.

Weites flaches Land entlang der Donau

Weites flaches Land entlang der Donau

Und seitdem ich meinen Reifen auch noch mal ordentlich Luft gegeben hatte (ich bin ja mit dem MTB unterwegs und das war noch auf Waldboden eingestellt 😉 ) rollte ich gleich viel besser … immer leicht bergab. Wenn ich mir vorstelle, dass heute auch noch Bergfahrten zu bewältigen wären, hätte mich das eindeutig mehr gestresst.

Heute gab es immer ganz besondere Brotzeiten. Immer wenn Gabi nicht mitradelt, bereitet sie für uns an den Treffpunkten liebevolle Pausenverpflegungen mit Blümchen und sogar Servietten vor! Richtiger Luxus, wie hier in Zeitldorf, an der Bank vor der Dorfkapelle. (Kaum zu glauben, aber dieser kleine Ort hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag!) Da waren sogar die Dorfkatzen beeindruckt 😉  Der Rastplatz unter dieser herrlichen Kastanie war aber auch einfach zu knuffig … so richtig weg wollten wir da nicht.

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Allerdings machte mir die Sonne heute ganz schön zu schaffen. Dadurch dass wir eigentlich den ganzen Tag auf freier Fläche unterwegs waren und die Sonne herrlich strahlte, prallte sie natürlich auch auf meinen Kopf. Jeder schattenspendende Baum war eine Wohltat und wurde mit vielen kleineren Pausen ausgenutzt. Ich hatte mächtig mit meinem Sonnenbrand an Armen und Oberschenkel zu kämpfen. Meine Haut hat mir meine gestrige Unachtsamkeit (zu wenig Sonnenschutz) ziemlich übel genommen … das brannte echt höllisch. Aber da musste ich halt durch … 😮

Erst etwas nach 50 km wurde das Donautal etwas enger, da die Berge bzw. Hügel näher an die Donau heran rutschten. Für das Auge war es natürlich wesentlich interessanter, rechts und links die Wälder auf den Hängen zu sehen.

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In Passau haben wir uns im Zentrum erstmal eine Pause gegönnt, auch wenn der Weg ins Zentrum (wie eigentlich in jeder Großstadt) mit dem Rad fürchterlich nervig war. Es gab allerdings auch keine vernünftige Alternative, da der Radweg knapp am Passauer Zentrum vorbeiführte.

Nach unserer Auszeit bei einem leckeren Eiscafé und „Leute gucken“ 🙂

Eiscafezeit in Passau

Eiscafezeit in Passau

… ging es noch „schnell“ zum Flusszusammenlauf von Inn und Donau, der hier in Passau ist.

Donau und Inn treffen sich in Passau

Auf dem Weg dahin hatten wir Zeit, um ein wenig die Eindrücke der Stadt aufzunehmen und vor allem auch die Anhöhen entlang der Donau rund um Passau zu bewundern. Passau wird eigentlich auch Die drei Flüsse Stadt genannt (sie liegt an der Donau, dem Inn und der Ilz), aber wir haben nur zwei gesehen…

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Die Silhouette von Passau in weicher Nachmittagssonne

Die Touren, die ich bisher mitfahren konnte, waren alle wirklich erstaunlich pannenfrei und das wird auch hoffentlich so bleiben! Nur heute hat es Rolf erwischt. Erst hatte er einen Platten, um den sich die gesamte Männerschaft aufopfernd kümmerte 😉 und dann ist bei ihm auch noch in Passau irgendwas vom Schaltauge abgefallen, so dass die unteren Gänge eigentlich nicht mehr richtig funktionieren dürften. Aber auf wundersame Weise haben die Gänge noch funktioniert … vielleicht hat Rolf ja ein sich selbst reparierendes Schaltauge. DAS wäre ja mal eine Errungenschaft 😉

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Nach weiteren etwa 10 km kamen wir dann in Erlau im Hotel zu Post an. Einem etwas verschlafenen Örtchen direkt am Radweg, bei dem ich positiv überrascht war, dass sich die Zimmer des von der Straße etwas prüde wirkenden Baus als chic und relativ neu renoviert entpuppten.

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Ich war sehr erstaunt, dass ich die heute knapp 100 km so gut überstanden habe. Hatte ich doch mit wesentlich mehr Ermüdungserscheinungen gerechnet. Aber besser so, als anders 😉 . Witzigerweise war es zwischendrin bei mir so, dass ich mich schon so sehr an dieses gerade und leicht abschüssige Dahinradeln gewöhnt hatte, dass jede Anhöhe mit mehr als 2 Meter Höhenunterschied eine echte Anstrengung bedeutete und aus jedem Ameisenhaufen quasi ein „Hügel“ wurde. 😉

Den Abend haben wir wieder im Biergarten bei leckerem Essen und der Tourentdeckung schlechthin, einem Haselnussgeist (wie heißt es da in dem Artikel des Manager-Magazins? „dem Nutella für Erwachsene“… 😉 ), verbracht. Nach den vielen langen dunklen und kühlen Wochen, nutzen wir jede sich bietende Gelegenheit, Zeit und vor allem den Abend draußen zu verbringen.

Erholung nach der Tour im Biergarten

Und das war sie nun, unsere nicht ganz 100 km lange Etappe am zweiten Tag der Himmelfahrtstour 2017.

Download

Morgen werden wir dann endlich die Grenze überschreiten und der Donau auf österreichischem Gebiet folgen.

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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