Dem Himmel ein Stück näher

Gleich nach dem Wachwerden ging mein Blick hinauf zum Himmel. Würde ich heute einen wohlgesinnten Wettergott haben? Und JA! Der Himmel war klar und eisig strahlend. Da rechts hoch, sollte es heute gehen.

Da rechts hoch auf den Berg sollte es heute gehen

Da rechts hoch auf den Berg sollte es heute gehen

Toll … da würde es eine wunderbare Wanderung hoch auf den Pendling (auf 1.563m) werden. Schnell meinen Wanderrucksack gepackt und die dicken Wanderklamotten übergestreift (denn trotz Sonne: es war sehr frisch 😉 ). Meinen Bergführer Harry abholen, zum Schneeberg-Parkplatz fahren und los gings.

Schon nach den ersten Metern war klar, dass ich heute ständig anhalten und knipsen würde. Die Fernsicht war einfach grandios. Für mich als Flachlandtiroler ist das immer wieder ein Anblick, von dem ich nicht genug bekommen kann. So darf es bitte den ganzen Tag weitergehen!

Die Tour startete heute bei etwa 900 Hm und das merkte ich auch sofort, denn unmittelbar nach dem Start ging es auf SCHNEEpfaden aufwärts. Und ich war echt froh, dass mir Harry Wanderstöcke mitgebracht hatte. Bei schmalen Schneepfaden und schnell ansteigenden Höhenmetern sind die Dinger echt ein nützliches Hilfsmittel, um sich nach oben zu hieven 😉 .

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Die Sonne hatte echt gute Laune. Die ganze Zeit schien sie mit voller Pracht und bei jedem freien Blick hinab ins Tal und über die Weiten der Alpen musste ich anhalten und schauen. Eiszapfen glänzten wie tausend Kristalle.

Ich hätte ständig „Guck mal da! Wie schön!“ rufen können. Es ist schon herrlich, wie die Natur, nur durch ihre pure Kraft, einen Menschen in eine solche Hochstimmung versetzen kann. Alle Sorgen sind irgendwie in diesem Momenten verschwunden.

Und da wir auf einsamen Pfaden und nicht auf dem Forstweg unterwegs waren, waren wir auch völlig allein. Ruhe pur! Nur einmal sind wir von einem jungem Mädel überholt worden. Das war mir echt peinlich. Völlig locker und entspannt stiefelte sie an uns vorbei, als wäre das alles nur eben mal ein kleiner Mittagsspaziergang. Ich glaube das nennt man Kondition 😉

Und dann waren wir oben. Dieses Glücksgefühl, dass mich so massiv durchströmte, kann ich gar nicht beschreiben. Ich habe die ganze Zeit gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Es ist schon eine Weile her, dass ich so ein tolles Gefühl hatte und war unglaublich dankbar, dass ich heute diese Momente erleben durfte. Freier Blick über das Kaisergebirge und die Alpen.

Hier kommen einfach die Bilder, die mehr sagen, als tausend Worte.

Und ja, ich fühlte mich tatsächlich dem Himmel ein Stückchen näher …

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Nach dem ganzen Foto- und Guckmarathon war es jetzt aber Zeit für eine zünftige Brotzeit. Leider hatte das Pendlinghaus geschlossen, aber wir waren gut ausgerüstet und hatten alles dabei, was man für eine entspannte Pause braucht.

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Doch als hätte die Sonne nur darauf gewartet, dass Harry und ich oben auf dem Gipfel des Pendling ankommen und die Aussicht ausreichend genossen haben, zogen langsam dicke Wolken auf und es trübte sich ein. Das war für uns dann auch das Zeichen, den Rückweg anzutreten. Nach unten haben wir dann den breiten Forstweg genommen, da die schmalen verschneiten Pfade doch zu unsicher waren. Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie viel anstrengender ich die Abwärtsrouten finde. Meine Knie stöhnen da immer mächtig!

Unser Rückweg startete mit einem tollen vom Kaisergebirge abgewandten Fernblick Richtung Hinterthiersee, die Breitenau und die Modalwiesen, die ich schon von meinen ersten Radtouren mit dem MTB vor zwei Jahren kannte. Aber deutlich zu erkennen … die Wolken eroberten sich den Himmel.

Auf unserem Weg zurück über die Kala-Alm sind uns noch zwei Wanderer begegnet, die – trotz der eigentlich schon recht fortgeschrittenen Tageszeit (14.30 Uhr) – entspannt spazierend auf dem Weg nach oben waren. Das war schon mutig, denn es wurde zeitig dunkel. Harry hat sie dann über die noch vor ihnen liegende Wegstrecke aufgeklärt und empfohlen, vorher die Aussichtspunkte zu genießen und nicht bis zum Gipfel zu gehen. Das würde zu lange dauern. In den Bergen ist es so wichtig, sich vorher über die Strecke, das Wetter und auch die Tageszeit Gedanken zu machen, die man wandern will. Sonst kann man schnell in misslichen Lagen kommen.

Wir waren gegen 15 Uhr wieder am Auto auf dem Schneeberg-Parkplatz und haben uns nach dieser tollen Tour noch einen herrlich heißen Kakao und Kuchen gegönnt … um den Kalorienspeicher wieder aufzufüllen 🙂

Es war ein wunderbarer Tag, der mich einfach nur hat strahlen lassen, auch wenn ich zugebe, dass mir die reichlich 600 Höhenmeter auch mal die Puste genommen haben. Zum Glück gab es herrlich viele Fotopausen – zum Atem holen 😉

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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2 Antworten

  1. Pit sagt:

    Hallo Anja,

    als Leser Deines Blogs freue ich mich, dass Du wieder da bist und ich hoffe, dass es Dir gut geht. Für das Jahr 2017 wünsche ich Dir Gesundheit, viel Spass beim Wandern und Radfahren. Ich freue mich auf weitere schöne Tourenbeschreibungen von Dir.
    Viele Grüße – Pit

    • Anja Keller sagt:

      Hallo Pit, auch ich freue mich auf ein schönes tourenreiches Jahr 2017 und ich bin gespannt wohin mich Rad und Füße führen werden. Ganz sicher wird es Geschichten geben. Ich wünsche dir ein wunderbares neues Jahr.
      Viele Grüße.
      Anja

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