Auszeit

Die letzten Wochen waren sehr fordernd und ich brauchte dringend eine Auszeit. Also habe ich mich kurzfristig entschlossen, mir Mitte November ein paar Tage Rückzug in meinem Lieblingshotel Juffing in Hinterthiersee (Kufstein) zu gönnen. Jetzt in der Nebensaison war das auch problemlos möglich. Das Hotel liegt eingebettet zwischen dem Kaisergebirge und den Brandenberger Alpen, aber doch fernab von lautem Ski- und Touristmusgetümmel.

Nach einem Ruhetag zum Runterkommen im Spa des Hotels merkte ich aber, dass ich raus musste. Bewegung. In die Natur gehen. Doch leider kenne ich mich in der Gegend noch nicht so gut aus, und da war es ein Glück, dass der Tourismusverband heute eine geführte Halbtagestour über den Sonnberg im Programm hat. Eigentlich wollte ich zwar gern allein sein, aber vielleicht kann ich mich ja in der Gruppe „verkriechen“ und einfach die Wanderung genießen. Leider zeigte sich der Tag so gar nicht von seiner schönen Seite. Nebelschwaden überall. Und die Farbe Grau dominierte. Na ja, was solls … wandern geht auch bei trübem Wetter.

Um 10 Uhr war Treff am Infozentrum in Thiersee und schon als ich ankam, war klar, dass es keine große Gruppe werden würde (zum Glück), denn ich stand völlig allein am Treffpunkt. Und das änderte sich auch um 10 Uhr nicht. So langsam wurde ich etwas traurig, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Tour mit nur einem Gast durchgeführt wird. Doch ich hatte Glück! Pünktlich um 10 Uhr kam mein Bergführer Harry und die Tour begann … ich hatte also  meinen ganz privaten Bergführer. Ich war begeistert!

Schnell ging es rein in den Wald, der sich noch nicht vollständig von seinen Herbstfarben verabschiedet hatte. Trotz des grauen Wetters waren die Farben schön anzusehen.

Über mit Herbstlaub bedeckte Wege und auch kleinere Schneefelder führte unser Weg bei Gesprächen über Fernwanderungen, Fotografie (meine neu entdeckte Leidenschaft – im Gegensatz zum Spontanknipsen während meiner Rad- und Wandertouren 😉 ), über Tai-Chi (der großen Leidenschaft meines Bergführers), oder auch einfach nur schweigend und die Natur genießend, langsam immer höher.

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Auch wenn ich merkte, dass ich ziemlich lange keine Bewegung mehr hatte und mir die (eigentlich gar nicht so üppigen) Höhenmeter den Puls schneller schlagen ließen (ok, „schnaufen wie ein Walross“ trifft es besser 😉 ), habe ich die Stunden sehr genossen. Ich merkte, wie ich innerlich langsam ruhiger wurde.

Ich hatte mich zwar auf sonnige Ausblicke gefreut… wenn man schon mal auf der Sonnbergrunde unterwegs ist. Aber der Wettergott war heute anderer Meinung. Dafür sind wir über herrlich kleine abseitige Pfade gewandert und hatten zwischendrin immer wieder Zeit, die kleinen Dinge rechts und links vom Weg wahrzunehmen.

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Nach reichlich drei langsamen entspannten Stunden waren wir wieder zurück in Thiersee und weil es so schön war, haben wir uns gleich für den nächsten Tag wieder verabredet, denn da sollte die ebenfalls von Harry für den Tourismusverband geführte Tour auf den Pendling (den Hausberg von Thiersee) gehen. Ich freute mich schon jetzt darauf. Aber zunächst musste ich ins Hotel und meine müden Glieder in der Sauna wieder aufmuntern 😉

Und das war unsere Tour heute:

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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