Ganz anders (von Inzigkofen nach Ehingen)

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, musste ich natürlich erst einmal schnell zum Fenster gehen und nachsehen, wie denn das Wetter so ist. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ die Sonne scheinen. Natürlich gab es bei dem allmorgendlichen Wuseln vor dem Gasthof Kreuz ausgiebige Debatten, ob und wann der Regen kommt.

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Je nach App-Anbieter schwankten die Angaben zwischen 15 Uhr und 16 Uhr. Doch die sonstigen Prognosen waren gar nicht so schlecht. Sonnenschein mit Wolken gemixt und Tageshöchsttemperaturen bis 13 Grad. Es könnte schlechter sein.

Heute morgen brauchte ich etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Die lange Etappe gestern mit den vielen Auf und Ab’s saß mir noch ganz schön in den Knochen. Doch gleich zu Beginn ging es erst einmal herrlich bergab, nach Sigmaringen, wo hoch oben über der Stadt das Schloss Sigmaringen thront.

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Heute ging es entlang der Donau Richtung Ehingen, unserem heutigen Etappenziel. Ich hatte mich schon gestern Abend, nach dieser wunderbaren Eröffnungstour durch das Donautal, gefragt, was denn jetzt eigentlich noch kommen sollte?! Konnte die Landschaft von gestern noch irgendwie getoppt werden? Es war, als hätte ich gestern eine Reizüberflutung durch Landschaftsbilder gehabt. Doch relativ schnell wurde mir klar, dass das heute nicht so sein wird. In relativ flachem Gelände fließt die Donau durch die Gegend. Das Spektakulärste dabei war noch, dass die Donau zwischen Sigmaringen und Blochingen und in dem einen Moment friedlich, fast einem Überschwemmungsgebiet gleichend, langsam vor sich hin fließt und im nächsten Moment tosend über ein Wehr weitergeleitet wird.

Die Donau gleicht hier eher einem Überschwemmungsgebiet

Die Donau gleicht hier eher einem Überschwemmungsgebiet

und einmal um die Ecke gefahren ist sie ein tosender Fluß, der über ein Wehr weitergeleitet wird.

und einmal um die Ecke gefahren ist sie ein tosender Fluß, der über ein Wehr weitergeleitet wird.

Eine weitere tolle Wehranlage gab es im Obermachtal, die mich mit ihrer Lage (unterhalb vom Schloss Obermachtal), ihrer Lautstärke und vor allem ihr Anblick bei Sonnenschein gefesselt hat.

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Doch das war viel später. Erst einmal hieß es radeln und radeln. Es gab leider kaum einen Punkt, der in mir das Bedürfnis geweckt hat, diesen zu fotografieren. Einfach nur Gegend – wenn auch ganz nette Gegend 😉 , wie z.B. hier, kurz von Riedlingen (übrigens tragen hier (gefühlt) alle Orte am Wortende ein …ingen 😉 . Die Donau fließt hier friedlich und bei schönstem Sonnenschein in sanften Windungen über kleine Stromschnellen in Richtung Riedlingen. Schön.

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Nur leider war der Wind heute sehr zickig. Er kam ständig von vorn und war auch ganz schön heftig. Mit meinen schweren Beinen von gestern, war das oft nicht lustig. Und weil nicht nur mir das so ging, haben wir dann erstmal in Riedlingen in dem urigen Cafe Stadtgespräch angehalten und uns in der Sonne die Nase bräunen lassen. Das Cafe war wirklich ganz besonders; moderne Wohlfühlatmosphäre und direkt an der Donau.

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Ich hätte da stundenlang sitzen können, aber man (Frau 🙂 ) kann eben nicht alles haben und weiter gings Richtung Ehingen. Die Hälfte des heutigen Weges hatten wir schon geschafft. Der Blick ging immer wieder zum Himmel. Ob das alles schön trocken bleibt?

Doch damit wir auf unseren Rädern nicht endgültig einschlafen, hatten die „Radwegbauer“ die zündende Idee, mitten in der Gegend einen Hügel mit 20% Anstieg hinzusetzen. Das fand ich dann doch etwas fies. Aber von oben hatte man einen tollen Blick.

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Der Wind wurde immer im Laufe des Tages immer schlimmer. Ich habe zwar versucht im Windschatten zu fahren, aber dann hätte ich immer um den Vordermann kreiseln müssen. Es kam mir echt vor, als würde der Wind alle 10 Sekunden die Richtung wechseln; nur dass es nie Rückenwind gab! 🙁 Das war echt fies und anstrengend. Da haben schon solche Kleinigkeiten, wie diese Skulputren, die z.B. in Untermachtal stehen, eine sehr stimmungsaufhellende Wirkung 😉 . Sie zauberten nach einer langen Gegenwindstrecke und nach Anstiegen ein Lächeln auf mein Gesicht .

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Die heutige Etappe war mit etwa 76 km sehr human und wir sind sehr gut über die Strecke gekommen. War ja praktisch Flachland und der Radweg war überwiegend asphaltiert und der Rest feste Schotterwege. Aber der Wind hat uns echt die Fahrt schwer gemacht und pünktlich zwischen 14 Uhr – 15 Uhr (übrigens so wie im Wetterbericht vorausgesagt) zog sich der Himmel zu, es wurde kühler und dunkle Wolken zogen auf.   Aber es sollte nicht so schlimm werden. Es gab zwar etwas Nieselregen,  Tropfen Wasser da wo ich gefahren bin. Aber das ist absolut nicht der Rede weiter wert. In unmittelbarer Umgebung soll es sogar gehagelt haben. Davon blieben wir alle zum Glück verschont

Ich hätte (wegen dem Wind) etwa 3 km vor dem Ziel echt vom Rad steigen und wie ein bockiges Kind auf den nächsten Bus warten können. Aber diese Blöße habe ich mir dann doch nicht gegeben 😉 Schön früh und rechtzeitig vor dem nächsten großen Regenguss sind wir gegen 16 Uhr im Hotel Rose in Ehingen angekommen. So hatte jeder Zeit, noch die nächsten drei Studen bis zum Abendessen nach Lust und Laune zu verbringen.

Wie immer gibt es hier die heutige Strecke.

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Zur „Belohnung“ für mein langsames Schneckentempo über die letzten Kilometer habe ich mir heute diese süße Leckerei gegönnt. Quasi um mich wieder mit dem Wind auszusöhnen. 🙂

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Fazit:
Der Tag heute hatte einen gänzlich anderen Charakter als der Tag gestern (Tourstart). Weniger spektakulär, sondern gleichbleibend flach (ok… ein paar kleine Hügel galt es zu erobern, aber das gehört wohl irgendwie dazu). Es gab sehr viel und zum Schluss starken Wind und ein paar Tropfen Regen. Und doch war es einfach ein schöner Tag. Zum vor sich hinträumen und trödeln

Ich bin sehr gespannt, was der morgige Tag bringen wird. Hoffentlich ganz viele tolle Momente und Aussichten zum Genießen und möglichst keine Hügel. 😉 Eins aber ist ganz sicher: egal welcher Wetterdienst gerade orakelt, morgen (am Mittwoch) wird es auf jeden Fall wärmer, es gibt viel Sonne und keine Regenwahrscheinlichkeit! Ich finde, das hört sich sehr gut an.

 

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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1 Antwort

  1. Thomas sagt:

    Schöner Bericht auf jeden Fall; und beim Lesen ohne Gegenwind ?. Das Wetter soll besser werden und die gute Laune wird dann auch mit steigen. Viel Spaß für die Restwoche.

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