Eine wunderbare sonnige Radreise geht zu Ende (von Vohburg nach Regensburg)

Da ist er also, unser letzter Radeltag der diesjährigen Himmelfahrtstour entlang der Donau. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell doch die Zeit vergeht. Starten wir am Montag, dann denke ich „… oh wie herrlich! Eine ganze Woche noch Zeit. Das ist ja sooooo lang.“ Und ratz fatz ist die Woche um und ich denke „Ups. So war das aber nicht gedacht. Wir sind doch gestern erst gestartet! Schon vorbei?! Schade!“. Und das geht nicht nur mir so, sondern am letzten Tag sind immer alle meine Mitradler etwas stiller und in sich gekehrt. Natürlich schmerzt der Hintern und manches Knie, aber gerade hat sich der Körper an die Anstrengung gewöhnt und das Radeln ist inzwischen mehr ein gleichmäßiges Dahingleiten. Und dann auch noch dieses herrliche Wetter. Sonne satt … die ganze Zeit. Wer hätte das noch vor einer Woche gedacht?! Ich bin in dicken Winterklamotten gestartet und heute sind über 20 Grad angekündigt. Das erste Mal in dieser Saison fahre ich in Kurz/Kurz (also kurze Hose und Kurzarmtrikot) … ein tolles Gefühl.

Nach dem herrlich gemütlichen Abend im Biergarten vom Gasthaus Stöttnerbräu in Vohburg trödelten wir heute Morgen irgendwie alle etwas länger vor uns hin. Die Sonne schien. So als ob alle die Zeit etwas länger ziehen wollten 😉

Über eine recht unspektakuläre aber sehr angenehm zu fahrende Strecke rollten wir von Vohburg Richtung Weltenburg zum Weltenburger Kloster.

Kloster Weltenburg

Hier waren wir vor zwei Jahren schon einmal zum Abschluss der Tauber-Altmühl-Tour und ich freute mich so auf die Fahrt auf der Donau durch den Donaudurchbruch. Ich bin diese Strecke schon einmal gefahren, aber heute, bei diesem strahlenden Sonnenschein und einem fast leeren Schiff war es noch einmal etwas Besonderes. Ein leises langsames dahingleiten und genießen.

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Ich hatte mich schon die ganzen Tage ein wenig gewundert, dass ich auf der Donau überhaupt keine Schifffahrt gesehen habe, aber das ist eigentlich logisch; die kommen (dürfen) nicht durch den Donaudurchbruch, um weiter Richtung Süden die Donau entlang zu fahren. Dies ist erst ab Kehlheim möglich.

Angekommen in Kehlheim wollten wir noch nicht gleich weiterradeln. In Kehlheim steht auf dem Michelsberg die Befreiungshalle und vor zwei Jahren (zum Abschluss der Tauber-Altmühl-Tour) hatten wir alle keine richtige Lust mehr zum hinauf fahren. Aber diesmal musste es sein. Allerdings nicht mit dem Rad … das waren dann doch etwas zu viele Höhenmeter 😉 . Zum Glück gibt es ja den Tourbus, und da nur sechs von uns zwölf Radler hinauf wollten, passte das wunderbar. Schnell in den Bus gesprungen und hinauf gings zur Befreiungshalle, die zum Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege errichtet wurde. Und eins muss man sagen: beeindruckend ist sie!

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Und man hat von da oben einen tollen Ausblick über Kehlheim und die Donau.

Hoch über der Donau - kurz vor dem Ziel (in Kehlheim an der Befreiungshall)

Hoch über der Donau – kurz vor dem Ziel (in Kehlheim an der Befreiungshall)

Blick von der Befreiungshalle über Kehlheim

Blick von der Befreiungshalle über Kehlheim

Nach einem kleinen verkehrstechnischen Malheur 😉 saßen wir dann endlich wieder alle auf dem Sattel und es galt ab Kehlheim die letzten 40 km der diesjährigen Donauradtour zu fahren. Aber ein Biergarten musste noch sein. Noch einmal alle gemeinsam beisammen sitzen und den Gedanken nachhängen. Und der perfekte Ort für genau so eine Auszeit war der Biergarten der Brauerei Berghammer in Bad Abbach. Unter blühenden Obst- und Kastanienbäumen haben wir einfach noch mal alle schön zusammen getrödelt.

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Die letzten 10 km nach Regensburg waren super beschaulich und ein kleines bisschen hat mich die Gegend an den ersten Tag der Tour, Montag, erinnert, als wir durch das Donautal gefahren sind. Hier – so kurz vor Regensburg – gab es wieder einen kleinen Teilabschnitt mit diesen Kalkfelsen (zwar in Miniaturausführung … aber immerhin 🙂 ). Und die Abendsonne glitzerte auf der Donau.

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Und dann war es vollbracht! Nach (bei mir) reichlich 470 km und sechs Radtagen auf dem Donauradweg, waren wir endlich in Regensburg – dem Ziel unserer diesjährigen Reise angekommen.

Ankunft in Regensburg, nach reichlich 470 km auf dem Donauradweg

Ankunft in Regensburg, nach reichlich 470 km auf dem Donauradweg

Ich war müde. Mir tat so einiges weh, aber ich war auch wieder einmal stolz darauf, ein Teil dieser tollen Truppe und Tour gewesen zu sein. Und ich war ein wenig wehmütig, dass die Zeit wieder einmal so schnell verronnen ist.

Langsam und im Schiebemodus ging es noch durch die Altstadt von Regensburg zum Hotel …

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… und hinein in einen letzten entspannten Abend … vor dem die Jungs schon gleich wieder wuseln und die Räder in den Hänger verladen mussten. Es sollte am Sonntag ja recht früh losgehen und außerdem waren die Räder von diesem Kalkschotter so staubig, dass niemand wirklich Lust hatte, sich am Morgen die Klamotten total zu versauen. 😉

Die ganze Tagesstrecke – samt offiziellem Radweg AUF der Donau 😉 – gibt es wie immer zum Schluss zur Erinnerung an eine wunderbare Himmelfahrtstour 2016.

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Ich bin schon jetzt mächtig gespannt, wohin es im nächsten Jahr geht.

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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