Trödelradeln in’s Pfingstwochenende

Ich war so gespannt, ob ich die ‚Kuchen- und Kulturtour‘ allein fahren muss, oder ob sich noch jemand findet, der mit ins Pfingstwochenende trödelnd reinradeln will. Bei Andreas, einem passionierten Radler, habe ich einen Tourbericht zum ‚Fürst Franz‘ – Radweg gefunden, der quer durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich führt und ich wollte das unbedingt selbst sehen. Hatte ich Dessau doch bisher nicht wirklich mit toller Gegend in Verbindung gebracht (ich gestehe …). Am Besten aber in Gesellschaft. Gemeinsam trödelt und entdeckt es sich eben doch am Besten. Also habe ich bei den Hallzigern (einem wirklich netten Radfahrverein aus der Leipzig-Hallenser-Gegend) die Tour als Trödeltour gepostet und zum Mitradeln aufgerufen. Mal sehen was passiert. Ich habe sogar mit Kuchen gelockt 🙂

Und dann war es Samstag. Zu einer moderaten Zeit … 11 Uhr … wollten wir am Bauhaus in Dessau auf die Tour ins Gartenreich aufbrechen. Und ich war begeistert … insgesamt neun Radler (Oli, Andreas, Anja Petra, Thorsten, Thomas, Ute, Erik und Maik) wollten mit

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Alle waren super entspannt. Genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Kein Stress. Kein Zeitdruck. Na ja, die Sonne hätte durchaus etwas mehr Einsatz zeigen können, aber was nicht ist, konnte ja noch werden 😉

Gut präpariert mit Weginfos von Andreas ging es Richtung Kornhaus auf den ‚Franz Fürst‘ – Radweg. Und es dauerte gar nicht lange, bis es den ersten Stopp gab. Denn eins war klar … heute wurde nicht in ‚geringster Zeit pro Kilometer‘ gemessen, sondern in ‚meiste Foto’s pro Kilometer‘ 😉 Der Viereckteich im Georgium bot da einen ersten tollen Einstieg. Und ich bin so froh, dass nicht nur ich in Fotolaune war 😉

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Weiter ging’s durch schöne waldige Gegend

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…und ich fand mich in einer mir hinlänglich bekannten Situation wieder: ‚Zum Fotografieren stehen bleiben und dann mit Schmackes hinterher. Aufschließen!‘ Aber was macht man nicht alles für’s Foto 🙂 Und nur ein kleines Stückchen weiter gab es diese überdachte Brücke über die Mulde

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Ich liebe diese Brücken. Nicht nur, weil sie mich an den Film ‚Die Brücken am Fluss‘ erinnern, sondern weil mir diese Brücken echt gut gefallen. Vor einer Woche war ich auf der Saaletour und dort habe ich auch solche Brücken entdeckt. Diese Brücke hier über die Mulde war neu aufgebaut und wird mit Sicherheit noch viel interessanter, wenn sich etwas Patina angesammelt hat. Und ganz verrückt war der Fischschwarm, der sich am Fuß der Brücke getummelt hat. Da waren echt große Exemplare dabei.

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Danach ging es ein Stück auf der Allen der Schlösser entlang; vorbei am Schwedenhaus

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Und dann war er da! Dieses unglaublich gruselige Monster 🙂 🙂 Einfach so am Straßenrand … goldig. Wer denkt sich nur so etwas phantasievolles aus!

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Leider war der offizielle ‚Franz Fürst‘ Radweg in der Nähe der Elbe gesperrt und wir mussten zum Wörlitzer Park eine ziemlich lange Strecke (9 km) auf der Landstraße fahren. Schade eigentlich. Und die Ausschilderung der Alternativroute sah nicht gerade provisorisch aus, was der Route nicht so gut tut. Zum Glück waren wir bald in Wörlitz und am Schlosspark.

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Einfach durch den Ort fahren ging natürlich nicht. Es hieß natürlich abgestiegen und durch den Park. Die Räder mussten wir natürlich schieben. Entdeckungstour. Sehen. Hören. Genießen…

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Der Park ist einfach herrlich. Die alten großen Bäume und Sträucher laden zum stundenlangen Flanieren und Trödeln ein. Sehen. Schauen. Fotografieren 😉 Ich habe so viele Bilder gemacht. Ich kann gar keine Auswahl treffen. Daher lasse ich die Bilder einfach mal so durchlaufen.

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Nach so viel Kultur und vor allem nach unglaublichen 24 km war es dann doch ‚endlich‘ Zeit für eine gepflegte Einkehr. Energiespeicher auffüllen 🙂 Im ‚Seeblick‘ – in dem übrigens die servierten Forellen selbst geräuchert werden – haben wir uns alle ein herrliches Mittagessen gegönnt.

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Irgendwann mussten wir uns aber doch wieder aufraffen und die bequeme Position verlassen, um noch ein paar Kilometer zu radeln. Schließlich war es ja eine Rundtour. Nach einem weiteren Kulturstopp in Oranienbaum …

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führte uns der Radweg wieder über eine schöne Waldstrecke und sogar die Sonne kam ein bisschen raus. Es war zwar nicht kalt, aber mit Sonnenschein ist alles immer noch in bisschen schöner. So auch heute.

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Und bei der Biberanlage

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… war es (endlich! 😉 ) Zeit für eine Kuchen-Kaffee-Pause. Zum Glück ging es ja heute nicht um den Preis für die meisten zurückgelegten Kilometer. Denn da hätten wir eher nicht vorne mitmischen können. Aber so war es einfach perfekt. Langsam…

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Eigentlich geht der ‚Fürst Franz‘ – Radweg noch ganz drumherum um Dessau. Vorbei an noch einigen Parks und Schlössern. Aber irgendwie war es für alle in Ordnung, dass wir das mal auf eine künftige Runde verschieben. In Mildensee sind wir vom Radweg abgewichen und nördlich entlang der Mulde Richtung Elbe gefahren. Quasi immer der Nase nach. Entlang weiter Wiesen und zum Abschluss noch ein bisschen durch den Wald…

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… zurück zum Parkplatz, an dem am Vormittag diese wunderbare Trödeltour begonnen hat. 56 herrliche Kilometer durch eine tolle Gegend. Zeit in Bewegung? Unwichtig! 😉 Sportlich war es vielleicht nicht gerade der große Bringer, aber es war eine Tour zum runter kommen. Zeit durch das Stundenglas rieseln lassen. Und es hat mir so viel Spaß gemacht, mit super netten Radlern einen Tag zu verbringen. Anhalten. Entschleunigen. Fotografieren. Ich habe gehört, ich hätte nun Bilder für die nächsten 100 Touren. Ha! Nie im Leben. Da geht immer noch was 😉

Wäre schön, wenn wir das irgendwann einmal wieder machen. Und hier gibt es die ganze Strecke zum ‚Nachtrödeln‘ und zum Download:

Download

 

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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3 Antworten

  1. Thorsten sagt:

    Ich fand es sehr schön!
    Eine richtig schöne Spaßtour.
    Und der Spaß soll doch auch immer im Vordergrund stehen!

    Gern immer wieder

  2. Ratze sagt:

    Echt super schöne entspannte Runde. Danke!
    Aber hast du da nicht eine wichtige Kleinigkeit vergessen?
    (Stichwort: Damenteam, Rennen, Heideradcup)

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