Geschafft! Nach 440 km im Ziel! … Samstag: von Wettin nach Barby

Das also sollte er sein, unser letzter Radeltag auf der Saaletour 2015. Schade … aber so ist das wohl. Gibt es da nicht so einen Spruch? „Wenn’s am Schönsten ist …“ Aber noch war es ja nicht soweit. Es galt ja noch eine ordentliche Strecke von über 70 km zurückzulegen. Zum Glück sah das Wetter auch heute morgen nach einem richtig tollen Tag aus. Wenn das halten würde, dann wäre das schon toll. Kein einziger Regentag. Das hatten wir ja auch schon anders.

Aber erst einmal gab es das letzte morgendliche Wuseln dieser Tour. Räder überprüfen. Gepäck stapeln … die müden Glieder ein bisschen wach rütteln und den Hintern überzeugen, dass er noch einmal einen Tag im Sattel aushalten muss 😉

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Der Vorteil, wenn man sich so langsam der Mündung nähert, ist, dass man nicht mehr wirklich mit irgendwelchen Steigungen / Hügeln oder Bergen rechnen muss. Der Fluss plätschert dahin und man selbst radelt auch in so einem fließenden Rhythmus. Es rollt. Einfach laufen lassen.

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Ich habe am Vormittag so ein bisschen den Wald vermisst. Wenn die Sonne durch die Baumwipfel fällt und das Grün der Blätter in tausend Schattierungen leuchtet. Und tatsächlich führte uns unser Weg (wenn auch nur als Umleitung zum regulären Weg) kurz vor Bernburg für eine Weile in die ruhige Abgeschiedenheit eines Waldes … wo ich auch mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung – dem Fotografieren – gefrönt habe.

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Das geht natürlich auch immer dann besonders gut, wenn wir uns an unseren Sammelpunkten treffen. Alle wieder ‚einfangen‘. Es ist ganz normal, dass 14 Radler nicht die gleiche Geschwindigkeit fahren. Jeder kurbelt nach seiner persönlichen Verfassung. Das ist wichtig, wenn man eine Woche unterwegs ist. Aber dann ist es genau so wichtig, dass wir uns immer wieder an fest vereinbarten Stellen treffen und sehen, ob es allen gut geht. Das funktionierte echt gut. So wie hier in Grona, nicht weit von Bernburg entfernt.

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Bernburg war dann am frühen Nachmittag unsere letzte Station vor dem Tourende. Nicht das da unbedingt der Bär steppt, aber das Zentrum war wirklich nett saniert. Wir wollten ja eigentlich nur ein paar Kalorien im angepriesenen Kaffee Schmelzer abfassen (die ein wunderbares Eis machen) …

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…aber dann hat sich die Truppe ein bisschen aufgelöst und jeder hat für sich den Ort (oder auch den nächsten Dönerladen 😉 ) erkundet. Ich habe mich für einen Rundgang entschieden. Nicht dass der sehr lange gedauert hätte. Ist ja doch eine eher kleine Stadt und das Zentrum recht überschaubar. Außerdem hatte ich das Gefühl, die Stadt wäre ausgestorben. Samstag um 13 Uhr und kein Mensch zu sehen! Einfach leer … nichts. Niemand … Ok; eine Hochzeitsgesellschaft habe ich gesehen. Und eine tolle Blumenuhr gibt’s auch:

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Und natürlich die Bernburg:

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Tja, und dann ging es los! Es wäre ja auch zu schön gewesen. 30 km vor dem Ziel fing es an zu regnen! Eigentlich war es so ein fieses leichtes Dauernieseln, dass nicht richtig weiß, ob es aufhören oder groß werden will 🙁 🙁  Der Himmel zog sich zu und es wurde kalt. Am Anfang haben wir ja alle noch versucht das Nass durch eisernes Ignorieren zum Verschwinden zu bewegen, aber das hat leider nicht geholfen. Irgendwann musste dann doch die Regenjacke her.

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Da hatte ich dann auch fast kein Auge mehr für die netten kleinen Details am Wegesrand … so wie hier in Calbe. Zum Glück nur FAST 😉

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Ach ja; und DAS ist der offizielle Saaleradweg bei Calbe. Es ist schon erstaunlich was so alles durch die Qualitätskontrolle durchrutscht 😉 Ich bin ja die Tour mit meinem Treckingrad gefahren, aber ich habe mir schon mehrmals gewünscht, mit dem Mountainbike unterwegs gewesen zu sein. Das ist definitiv kein Radweg für dünne Rennradreifen. Ein gutes Profil war so manches Mal auf der Strecke Gold wert.

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Und dann war es vollbracht. Nach etwa 440 km (inklusive aller Verfahrer und kulturellen Abstecher) hatten wir nach sechs Etappen die Mündung der Saale in die Elbe erreicht. Ein bisschen noch über Stock und Stein, um das perfekte Zielfoto zu bekommen. Der Lohn der Mühe … Zielankunft nach sechs wunderbaren anstrengenden und auch ereignisreichen Tagen mit Freunden. Juhuuu!!!!!!

Geschafft! An der Mündung der Saale in die Elbe ... nach etwa 440 km

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Und wie jedes Jahr erfasst mich dann immer auch ein wenig Wehmut. Plötzlich ist die Tour zu Ende. Einfach so. Da radle ich tagelang berghoch, rolle runter … manch deftiger Fluch kommt mir über die Lippen. Und genau so oft staune ich über die Schönheit der Gegend. Erlebe die ungewöhnlichsten Unterkünfte und spüre an machen Tagen jeden Knochen einzeln. Und dann … mündet die Saale ganz leise und friedlich in die Elbe und ich stehe am Ufer und grinse wie ein Honigkuchenpferd von einem Ohr zum anderen. Schön … 🙂 🙂 🙂 Und gerne wieder!

Dass das – trotz grauem Himmel und kühlen 13 Grad – mit einem zünftigen Bier gefeiert werden musste, versteht sich von selbst.

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Da es aber schon recht kühl war und sich alle nach einer heißen Dusche sehnten, ging es dann fast im Formationsflug zurück nach Barby…

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… wo wir heute im Gasthof Rautenkranz übernachten. Bei einem entspannten Abendessen haben wir uns alle ein wenig erholt und über die letzte Woche sinniert. Schön … und vor allem ist es schön, dass alle gesund und munter auch am Ziel angekommen sind.

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Und das ist nun die letzte Etappe unserer Saaleradtour 2015 am Samstag 16.05.2015:

Download

Nachtrag 17.05.2015:
Am nächsten Morgen ging es wieder auseinander. Auf in alle Himmelsrichtungen. Nachdem die Verpackungskünstler (übrigens wieder bei strahlendem Himmel) erneut ihr Können unter Beweis stellen konnten…

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…war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Aber nicht ohne das Versprechen, genau in einem Jahr wieder auf Tour zu gehen. Gemeinsam. Und vielleicht ja entlang der Weser … Ich freue mich auf jeden Fall darauf. Doch jetzt muss ich erst mal die Eindrücke der vergangenen Woche verarbeiten 😉 🙂 😉

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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1 Antwort

  1. Thorsten sagt:

    Genau so war es!
    Ich kann’s bestätigen -ich war dabei 🙂
    Und im nächsten Jahr wieder!!!

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