Mountainbike Fahrtechniktraining im Harz

Nachdem ich in den letzten Wochen doch mehr mit dem Rennrad unterwegs war, hatte ich große Lust, endlich wieder mit dem Mountainbike in den Wald einzutauchen. Und so traf es sich gut, dass ich schon vor langer Zeit ein Mountainbike Training gebucht hatte. Im Oktober letzten Jahres hatte ich schon einmal ein erstes MTB Fahrtechniktraining im Schwarzwald gemacht. Ich bin inzwischen ein bisschen sicherer geworden, dachte mir aber, dass ein Trainingskurs zum Anfang der Saison nicht schaden könne 😉 . Der Harz ist zwar nicht gerade vor meiner Haustüre, aber dort habe ich bei trailtech mountainbiking den Ladys Only – Kurs gefunden! Keine schlechte Idee! Training nur mit Mädels. Gebucht war schnell … Natürlich der Anfängerkurs 😉 . Und so hatte ich ein Wochenende im Harz vor mir. Mein Basislager habe ich wieder im Hotel ‚Zu den Rothen Forellen‘ in Ilsenburg aufgeschlagen.

Am Samstag hieß es um 9:30 Uhr Treffen in Bad Harzburg. Wie bei jeder neuen Gruppenfindung mussten wir uns erst einmal alle bekannt machen. Mit wem werde ich heute radeln? Wen werde ich kennenlernen? Doch sehr schnell waren wir mitten drin im Plaudern 😉 . Da waren einige Mädels mit ordentlichem Anreiseweg dabei. Steffi aus Hamburg. Inga und Nicole aus Berlin. Und ich aus Dresden. Um 10:00 Uhr ging es dann mit den Trainern Jan und Roberta auf in den Tag.

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Am Anfang gab es den obligatorischen Technik Teil. Inzwischen verstehe ich schon ein wenig mehr als noch vor 6 Monaten. Und dann hieß es ab auf die Räder und einfach losradeln! Sollte man meinen 🙂 Mountainbiken impliziert nun einmal, das es um Radeln am Berg geht. Und bevor man irgendwo runter fahren kann, muss man erst mal rauf. So auch wir heute! Nach ein paar Minuten war schon mal klar, dass meine Kondition auf jeden Fall ausbaufähig ist. Ich habe echt ganz schön gejapst. 🙂

Aber zum Glück gab es bald die erst Pause und damit auch das erste Training von Fahrtechnik. Unter anderem ging um’s Kurven fahren. Es ist echt verrückt. Ich habe in den letzten Monaten durchaus auch die eine oder andere Kurve geschafft (zugegeben vielleicht ganz nicht so enge). Aber wenn auf einem Forstweg Hütchen stehen (natürlich aus Plastik) und man muss unbedingt versuchen in diesen Begrenzungen zu bleiben, ohne die Hütchen um oder über zu fahren, dann ist das mal gar nicht so einfach. Ich jedenfalls hatte meine liebe Mühe. 😉

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Ich mag ja schon das links Abbiegen mit dem Auto nicht, aber eine Linkskurve mit dem Mountainbike auf einem engen Forstweg zu fahren, mag ich auch nicht wirklich mehr 😉 . Na ja, aber es gehört dazu. Und wenn man zu viel nachdenkt; alles umsetzen will, was die Trainer sagen … dann geht es meist sowieso nicht so locker. Üben. Üben. Üben.

Im Laufe des Vormittags haben wir uns immer weiter nach oben vorgearbeitet und wenn die Höhenmeter etwas viel wurden, gab es Pausen + Technikübungen. Das war ganz witzig, denn ich habe fast genau die gleichen Übungen im Oktober mit Annette gemacht. Nicht dass ich sie deswegen besonders besser konnte, aber ich war etwas mehr darauf vorbereitet. Kurz vor der Mittagspause stand das Bewältigen von Stufen auf dem Plan. Eine Übung, bei der ich ganz deutlich gemerkt habe, dass sich Angst zuerst mal im Kopf abspielt… hat man die unter Kontrolle, geht es doch recht gut. Und Jan und Roberta waren wunderbare Trainer und Motivatoren. Ein großes Danke an beide 😉

 

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Zur Mittagszeit gab es dann eine längere Pause im Molkenhaus. Ich habe mir eine riesige Portion Pflaumenstreuselkuchen mit Sahne gegönnt. Ich war so ausgehungert und hatte Lust auf Kalorien, dass ich sogar vergessen habe zu fotografieren! Das beantwortet wohl die Frage, wie anstrengend es war. 🙂

Ich fand es total angenehm, in einer Mädels Gruppe zu trainieren. Und auf dem Weg nach oben, gab es auch den einen oder anderen Plausch – sofern es die Kondition zugelassen hat. Ich gestehe: ich habe nicht soooo oft geplaudert 🙂 Aber es gab auch Zeit für ein Fotoshooting. Der Harz ist einfach schön und bietet hinter jeder Ecke tolle Bilder.

Selbstverständlich muss auch ein Gruppenfoto sein. Gehört einfach dazu. Bei genauem Hinsehen erkennt man sogar den Brocken im Hintergrund.

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Gegen 16:00 Uhr hatten wir unseren höchsten Punkt erreicht und alle Übungen absolviert. Nun ging abwärts! Und d.h. wir fahren Single Trail’s!  Über den Kaiserweg ging es zurück in’s Tal.

über den Kaiserweg zurück in's Tal

Wir sind fast 45 Minuten auf wirklich schmalen Wanderwegen abwärts nach Bad Harzburg gefahren. Und plötzlich, ohne groß drüber nachzudenken, habe ich während der Abfahrt das eine oder andere Gelernte einfach so angewandt. Vielleicht nicht perfekt, aber es war toll und die Gesichter der anderen Mädels haben genau das gleiche widergespiegelt. Die Landschaft, durch die wir geradelt sind, war faszinierend. Das zarte Frühlingsgrün an den Bäumen und ein flowiger Trail … ein schönes Gefühl.

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Als wir gegen 17:00 Uhr wieder bei unserem Ausgangspunkt ankamen, war ich schon ein bisschen traurig, dass das Training vorbei war. Leider hatte die Sonne heute keine richtige Lust zu arbeiten. Das ist prinzipiell nicht so schlimm, denn einen Berg bei praller Sonne und Hitze nach oben zu fahren, ist bestimmt auch keine angenehme Sache. Aber während heute Morgen, als ich das Hotel verlassen habe noch 18° auf dem Thermometer standen, hatte ich das Gefühl, dass es im Laufe des Tages immer kälter wurde. Zwischendrin hat es auch geregnet. Aber zum Glück hatte ich noch eine Regenjacke dabei.

Reichlich 7 Stunden unterwegs und 350 Höhenmeter überwunden. ‚Nur‘ ganze 20 km gefahren. Völlig geschafft, aber glücklich. Ich freute mich auf eine heiße Dusche und die Sauna. Irgendwie muss ich meine Oberschenkel versöhnen und darauf vorbereiten, dass ich am Sonntag noch einmal mit dem Rad am Berg rumkraxle. Aber das wird eine andere Geschichte 🙂

Und hier ist die ganze Tagestour noch einmal zum nachfahren.

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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1 Antwort

  1. Jan sagt:

    Hallo Anja, vielen Dank für den tollen Bericht! 🙂 Ein Harz Für MTB
    Jan

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