Kurz(entschlossen) in die Sächsische Schweiz

Was für ein herrlicher Mittwoch Morgen. Sonne satt. Der Wetterbericht versprach bis 25 Grad! Und da ich unverhofft in Dresden war; auch gerade keine Telefonkonferenz oder ähnliches anstand, konnte ich nicht widerstehen und habe das Rennrad gesattelt. Es hat mich einfach in die Sonne gezogen. Ich wollte Richtung Sächsische Schweiz, aber auf der rechten Elbseite über Burg Hohnstein hin (ja ja, die liegt ziemlich oben 😉 ), dann runter zur Elbe sausen, in Königstein mit der Fähre über die Elbe setzen und auf der linken Flussseite auf dem Elberadweg, vorbei an der Bastei und Schloss Pillnitz, zurück nach Dresden. Es ist ja in der Woche, da ist der Elberadweg (hoffentlich 🙂 ) nicht ganz so voll.

Das erste mal dieses Jahr in Kurz

Und das Beste? Ich konnte endlich mal meine kurzen Radelklamotten rausholen. Endlich nicht mehr mit mehreren Klamottenschichten und mit Kuschelfleece draußen rumkurbeln. Herrlich.

Los ging’s über Bühlau in Richtung Weißig und dann auf den Radweg ‚Alter Bahndamm‘ … runter von der Straße. Ich mag ja ganz gern mit dem Rennrad fahren, aber im Stadtverkehr macht mich das immer noch ziemlich nervös. Insbesondere dann, wenn die Autofahrer so dicht an mir vorbeifahren (haben es ja alle eilig und da stört so ein komischer Radler ziemlich), dass ich denke, die haben mich gar nicht gesehen 🙁 Da sind mir ein asphaltierter Radwege dann doch lieber 😉 Der ‚Alte Bahndamm‘ ist ganz entspannt zu fahren. OK; zwischendrin hat der Radwegplaner immer so kleine Geschwindigkeitsbremsen in Form von Pflasterstein-Querungen eingebaut, aber das passt schon. Wenn man darauf vorbereitet ist, dass geht das ziemlich gut.

Ab Dürrröhrsdorf war dann wieder die Landstraße zu bewältigen, aber das war OK. Auf dem Land ist nicht so sehr viel los. Eigentlich lies es sich ganz gut radeln. Stetig bergauf war ganz ok. Von nix kommt ja nix. Aber auf freier Strecke, bergauf und ohne den Schutz von Wald oder Bäumen hatte ich – selbst bei leichtem Wind – ganz schön zu kämpfen. Hatte manchmal das Gefühl, irgendwie schräg zu fahren 😉 Ganz besonders auf dem Anfahrtsstück nach Hohnstein. Aber ich bin oben angekommen; auch wenn heftig am Hecheln war und mir den einen oder anderen kleineren Gang herbeigesehnt habe…

Der Blick auf den Lilienstein entschädigt dann aber wieder – und gibt immer eine Gelegenheit für eine (Foto)Pause.

Blick auf den Lilienstein

Ich bin nun schon ein paar mal diese Strecke gefahren, aber noch kein einziges mal hatte ich klare Sicht. Hoffe doch, dass das irgendwann noch mal wird.

Danach gab es noch eine schöne lange Abfahrt über eine Serpentinenstraße bevor der Aufstieg zur Burg Hohnstein in Angriff genommen werden musst. Uff … ich gestehe; ich hab’s nicht in einem Rutsch geschafft. Anfahren am Berg ist zwar ziemlich doof (auch auf der Straße), aber hätte ich nicht angehalten, wäre ich einfach umgefallen 😉 … Das sind zwar nur etwa 150 Höhenmeter, aber die sind so auf 2 km Serpentinenstraße verteilt. Ist ’ne Herausforderung. Aber irgendwann stand ich oben auf dem Markt und vor der Burg. Da ich relativ spät (13.30 Uhr) losgefahren bin, habe ich mir eine Pause auf dem Burggelände geschenkt, aber das obligatorische ‚ich war hier‘ – Bild musste es geben 😉


Nun musste noch eine kleine Steigung überwunden werden und dann gings einfach nur bergab… und immer weiter bergab. Einfach laufen lassen. Mitten durch den Naturschutzpark Sächsische Schweiz. Eine schöne Entschädigung für’s Hochkraxeln.

An der Elbe auf dem Elberadweg angekommen, ging es relativ entspannt auf den Rückweg nach Dresden. Bis nach Königstein noch auf der rechten Elbseite. Mit der Fähre übergesetzt …

Königstein: mit der Fähre über die Elbe

 


und dann linkselbisch weiter an der Bastei vorbei (diesmal lag sie im strahlenden Sonnenschein malerisch in das Elbtal eingebettet)

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und auch Schloss Pillnitz war am Elbufer wieder einmal ein wunderbarer Anblick. Erst zu Ostern bin ich ja genau dieses Strecke zur Bastei gefahren, und doch ist sie immer wieder schön.

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Nach reichlich 4,5 Stunden war ich dann endlich wieder in Dresden am Blauen Wunder angekommen. Und wie immer stellt sich die Frage, ob ich mit dem Rad die letzten 100 Höhenmeter zurück nach Hause nehme, oder die Standseilbahn. Na ja … die Standseilbahn hat gewonnen. Da ich ja schon ein paar Höhenmeter in den Beinen hatte, fand ich das OK 😉

Und das war meine ganze Nachmittagstour. Anstrengend, aber schön. Etwas unterschätzt hatte ich die Möglichkeit, zwischendrin mal anzuhalten und meine Getränkeflasche und meinen Magen ‚aufzufüllen‘. Leider war noch alles zu. Die Saison ist eben noch sehr jung und die Biergärten wohl noch in der Vorbereitungsphase. 😉

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Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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