Mein erster 100er in 2015

Nein, ich meine nicht meinen ersten 100 Euro – Schein 😉 . Ich meine meine erste Radtour 2015, bei der ich 100 km geschafft habe.  Zwar nicht eben mal so locker, aber ich hab’s geschafft. Juhuuuuuu!!!! 🙂 🙂 🙂

Ich wollte schon die ganze Woche mit dem Rennrad raus. Nächstes Wochenende (am 18.04.2015) will ich in Lübben beim jährlichen Spreewaldmarathon mitfahren und in meinem jugendlichen Eifer habe ich mich vor Monaten für die 110 km angemeldet. Und so langsam kriege ich ziemliche Bedenken, ob das wirklich eine gute Entscheidung war. 😉 Um das halbwegs einschätzen zu können, wollte ich von Dresden den Elberadweg nach Meißen und noch ein bisschen darüber hinaus radeln. Um die 100 km zu knacken.

Nachdem ich in den letzten Tagen mal wieder keine Zeit hatte, war es heute morgen endlich soweit. Zum Frühstück sah der Himmel zwar noch gar nicht nach Sonne und 16 Grad aussah; aber es wurde bald besser. Schon kurz nach meinem Start gegen 10.45 Uhr strahlte Sonne und der Himmel. Die drei Elbschlösser als Start in den Radtag sind immer wieder ein toller Anblick. Ich kenne sie schon so lange, aber ich muss doch jedesmal wieder anhalten … und fotografieren. 😉

Dresdner Elbschlösser

Entlang des Radwegs blühte und grünte es in einem Fort. Ich hatte das Gefühl, dass praktisch minütlich und direkt vor meinen Augen die Knospen der Bäume aufgingen und ihre tolle Pracht freigaben. Das war wie ein Rausch. Und es duftete … so lange vermisst. Herrlich!

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Das war total lustig. Ich habe auf dem (linkselbischen) Elberadweg zwischen Dresden und Meißen ganz oft andere Radler überholt … und dann musste ich einfach anhalten zum Fotografieren. Dann wurde ich wieder überholt und ich bin wieder ‚hinterher‘ geradelt. Hab wieder überholt. Wieder angehalten … und alles wieder von vorn 😉 😉  Ich konnte an der Blütenpracht nicht einfach vorbei radeln! Es ging nicht. Die schönsten Bilder gibts hier:

In Meißen war ich relativ schnell und entspannt.

Meissen

Und da das ’nur‘ 35 km waren, musste ich noch ein Stückchen weiter Richtung Riesa entlang der Elbe, wenn ich die ‚100er‘ Marke heute schaffen wollte. Aber das Elbtal ist wirklich eine Reise wert … zumindest bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel.

Das Elbtal bei Meissen

Vorbei am Schloss Hirschstein ging es für mich bis zum Kreuzstein in Boritz. Dann hat es mir gereicht. Ich musste ja auch wieder zurück. Ehrlich gesagt war die Strecke ab Hirschstein nicht besonders angenehm zu fahren. Da waren echt große Abschnitte mit riesigen Pflastersteinen, oder auch nur ’normale‘ Pflastersteine. Hat mich ganz schön durchgeschüttelt. Und ich hatte echt ständig Angst ob bei meinem Rad hinterher noch alles schön fest sitzt. Bis Niederlommatsch kann man gut linkselbisch  fahren, aber dann sollte man (gemäß der ausgeschilderten Empfehlung) die Seite wechseln. Ist echt angenehmer … zumindest wenn man mit dem Rennrad unterwegs ist.

Mein Plan war es ja, auf dem Hinweg die linke Elbseite (also Blick von der Quelle in Fließrichtung) zu nehmen, am Ende mit der Fähre über die Elbe zu setzen und dann auf der rechten Elbseite wieder nach Hause zu fahren. Leider war die Fähre noch nicht im Einsatz, und ich musste den Rückweg nach Meißen auf dem gleichen Weg radeln. Erst dort konnte ich über die Brücke und die Seite wechseln. Schade … aber nicht zu ändern. Doch so hatte ich noch die Gelegenheit einen kurzen Stopp im Elbepark Hebelei einzulegen. Ein netter privater Tier-/Naturpark, an dem ich beim Hinweg glatt vorbei geradelt bin. Ein entspannter Ort.

Bei meinem letzten Stopp in Coswig hatte ich noch ein ‚tierisches‘ und zum Lächeln animierendes Erlebnis. Ein stolzer Schwan und ein gewitzter Biber beim Necken von Enten hatten offensichtlich Spaß  auf der Elbe und in der Abendsonne.

So langsam kam ich wieder nach Dresden; was man nicht zuletzt daran merkt, dass die idyllische Ruhe auf dem Radweg schlagartig zu Ende ist. Ich finde das immer etwas nervig … doch ich bin ja auch eine von den Sonnenhungrigen 😉 . Aber der Canaletto-Blick ist immer eine Entschädigung für das Gewusel.

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Um 18 Uhr war ich dann endlich wieder daheim. Den Berg von der Elbe hoch in die heimatlichen Gefilden habe ich mir heute geschenkt. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Zum Glück gibt es ja immer die Standseilbahn, die mich und mein Rad über 100 Höhenmeter ziemlich entspannt nach oben ‚gezogen‘ hat. Mein Notfallplan B 😉

Ich weiß nun, dass die 100er Tour geht … aber anstrengend wird es auf jeden Fall 😉 Und hier die ganze Route:

Download file: ErsterHunderter2015.gpx

Ach ja: zum Abschluss dann doch noch was zum Schmunzeln:
Heute ist es passiert! Ich fahre seit etwa 4 Wochen mit Klick-Pedalen. Klappt eigentlich ganz gut. Komme gut raus, wobei ich schon noch bewusst dran denken muss. Und heute Abend bin ich schlicht umgekippt 🙁 Mein Kopf hat ganz eindeutig das Signal gegeben ‚Achtung! Ausklicken!‘ Allerdings haben meine Beine den Befehl komplett ignoriert. Und das ist blöd, wenn man stehen bleibt, oder dringend mal die Beine auf den Boden stellen muss. Dann kippt man (ich) eben einfach und in Zeitlupe um … Nix passiert. Nur herrlich peinlich 😉

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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4 Antworten

  1. Nadja sagt:

    wow Anja, Respekt! Ich wünsch dir für deine Tour am 18.ten viel Kraft, Durchhaltevermögen und ganz wichtig: Sonnenschein

  2. Anja Keller sagt:

    Danke! Deine guten Wünsche kann ich brauchen 🙂

  3. mzjens sagt:

    Wer behauptet, er wäre eingeklickt noch nie umgefallen, der LÜGT!
    😀

  4. Thorsten sagt:

    Da hast du dir ja noch was vorgenommen. Ist aber ein gutes Training für die Himmelfahrtswoche, da fahren wir ja auch (manchmal ;-)) so um die 100km.
    Und das mit den Klickpedalen passiert – ist doch jedem schon mal passiert!
    Schöne Bilder – endlich Frühling!!!

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