Schneeglöckchen und Wattebeine

Oh ja, Wattebeine hatte ich heute wirklich und das war dann doch eine ziemliche Überraschung. Zeigt mir, dass ich doch noch einiges tun muss, um fit zu werden. Will ich doch im Mai eine Woche die Saale entlang radeln…

Zunächst sah es ja heute überhaupt nicht so aus, als kriegte ich überhaupt die Chance raus zu kommen und diesen sonnigen Tag zu genießen. Homeoffice und Telefonkonferenzen standen auf dem Plan. Doch dann – wie von Zauberhand – wurde der anstehende Nachmittagstermin abgesagt. Juhuu … Zeit. Zeit um das MTB zu satteln und ab in die Dresdner Heide zu entschwinden. Manchmal gibt es doch Überraschungen.

Noch ist zwar vom Frühling noch nicht so viel zu sehen, aber die Sonne strahlte und der Himmel zeigte sich in seinem schönsten Blau. Und dann gings los. Einfach rein in die Dresdner Heide.

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Ich bin ja im Herbst und auch im Winter schon die ähnliche Strecke gefahren oder gelaufen. Doch jetzt, wo sich der Boden langsam in seiner ursprünglichen Form zeigt, bin ich echt erstaunt, wie viele Wurzeln, Steine und sonstige Unebenheiten unterwegs so anzutreffen sind. Da musste ich dann doch ziemlich schnell wieder auf den Waldfahr-Modus umschalten und ganz schön aufpassen. Ging aber ganz gut. Ist wirklich erstaunlich, wie viele Sätze mir immer wieder von meinem MTB-Fahrtechniktraining im Schwarzwald einfielen. Aber es hat geholfen … ging gar nicht so schlecht 😉 und es hat Spaß gemacht. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

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Und immer wieder habe ich Pfade gewählt, die eher klein und schmal sind und so auch ein bisschen Spannung versprachen. Und einen schönen Single-Trail auf dem ‚Kuhschwanz‘ bin ich auch gefahren … schön bergab mit der einen oder anderen Stufe drin. OK; so schnell wie in dem Video bin ich echt nicht unterwegs gewesen. Aber ich habe tatsächlich nicht permanent auf der Bremse gestanden! 😉  Bremsen ging heute auch nicht so besonders gut. Also nicht, dass die Bremsen nicht funktionieren, aber die quietschen so fürchterlich. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass das nur mit der Nässe im Winter zusammenhängt und bei etwas wärmeren Temperaturen, weggeht. Aber leider … dieser Wunsch wurde nicht erfüllt. Da werde ich mich wohl oder übel noch intensiver mit beschäftigen müssen. Zum Glück waren heute nicht sooo viele Leute unterwegs, so dass ich nicht all zu viele mit meinem Krach erschreckt habe. Ein dickes Entschuldigung geht aber an alle Waldbewohner, die ich in ihrer Mittagsruhe gestört haben sollte 😉

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Und dann habe ich es immer stärker gemerkt. Die Kraft in den Beinen ist über die Wintermonate ganz schön abhanden gekommen. An manchem Anstieg habe ich echt geschnauft wie ein mittleres Walross 😉 Aber aufgeben gilt nicht. Lieber doch noch den anderen Weg da vorne nehmen und mal sehen, was da so kommt.

Und dann habe ich sie endlich gesehen: meine persönlich ersten Schneeglöckchen in diesem Jahr!

Erste Schneeglöckchen 2015

Krokusse habe ich schon gesehen, aber noch kein einziges Schneeglöckchen, und dann gab es gleich einen ganzen kleinen Teppich. War schön 😉 Dann muss jetzt einfach der Frühling kommen. Ich freue mich so sehr darauf, wenn die ersten grünen Spitzen an den Bäumen und Sträuchern hervor luken. Jetzt sieht die Dresdner Heide ja so ein wenig aus, wie auf den Bilder der Herbsttouren.

Mein Weg führte mich schön entlang der Prießnitz

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… auf kleinen verschlungenen und manchmal ganz schön mit Hindernissen übersähten Pfaden, die meinen Ehrgeiz immer wieder angestachelt haben. Nicht anhalten. Nicht schieben! Nur zweimal hat mein Rad aus Angst die Weiterfahrt verweigert 😉 … nein Quatsch. Ich hatte dann doch mehr Angst als Ehrgeiz und habe ein bisschen geschoben. Ist sicherlich verzeihlich…

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So langsam ging dann auch die Sonne unter und es war Zeit den Heimweg anzutreten. Und meine Beine wollten auch nicht mehr so richtig. Allerdings musste ich vorher noch eine Vollsperrung überwinden. Da haben wohl die Biber ganze Arbeit geleistet 😉 😉

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Das waren meine heutigen 30 km durch die Dresdner Heide:

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Ich muss sagen, dass ich die Dresdner Heide immer mehr mag. Von Tour zu Tour. Ich muss quasi nur über die Straße und schon bin ich in einem so herrlichen (reichlich 60 qkm großen) Waldgebiet, das ich fahren und fahren kann, und entdecke immer wieder neue Wege. I like … 😉

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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