Wintersonne

Was für ein herrlicher Tag. Ich kann mich nicht erinnern, einmal im Januar so einen wunderbaren sonnigen Sonntag erlebt zu haben. Schon am Morgen beim Aufwachen strahlte die Sonne am Himmel. Kalt zwar … aber strahlendes Blau! Und spätestens nach dem (zugegeben sehr späten 🙂 ) Frühstück hatte ich alle meine Pläne von Wochenendarbeit und Papierkram komplett über Bord geworfen und beschlossen, mein Rad zu ’satteln‘ und raus zu fahren … trotz der frischen Temperaturen. Also habe ich sämtliche mir zur Verfügung stehenden Winterradelklamotten aus dem Schrank gekramt und alles übereinander gezogen und los gings…

dick verpackt gings los...

Ich wollte heute mit dem Rennrad den Elberadweg lang und habe Meißen anvisiert 😉 . Die Dresdner Heide hatte auch ihren Reiz, aber mehr Licht gab es eindeutig im offenen Gelände. Zuerst also runter zur Elbe. Der Elberadweg in Dresden ist wirklich eine tolle Sache, wenn … ja wenn da nicht so viel los wäre. Zumindest an sonnigen Sonntagen. Spaziergänger. Radler. Jogger. Skater. Und niemand hat Platz. Alle sind genervt. Ich auch. Sehr. Und die anderen waren vermutlich auch von mir genervt. Ständig musste ich aufpassen, dass ich niemanden über den Haufen fahre. Also soweit man dieses Stop-and-Go überhaupt als Fahren bezeichnen konnte. Es ist schade, dass der Elberadweg so eng ist. Aber trotz allem habe ich doch immer wieder mal angehalten und den einmaligen Blick auf die drei Elbschlösser genossen. In diesem klaren, ja fast eisblauen Licht war das eine ganz wunderbare Athmosphäre. Ich mag diesen Blick sehr.

Die drei Elbschlösser in Dresden

Etwas ruhiger wurde es erst, als ich ich das Dresdner Zentrum hinter mir gelassen habe und es über Niederwartha Richtung Meissen ging. Es dauerte nicht all zu lange, bis ich merkte, dass es dann doch schon wieder vier Wochen her war, seit ich das letzte Mal eine Radtour gefahren bin. Aber von nix kommt ja bekanntlich nichts… daher habe ich ab und an mal Pausen gemacht (natürlich nur zum fotografieren 😉 ) und weiter gings.

Impressionen ... auf dem Weg nach Meissen Impressionen ... auf dem Weg nach Meissen

Impressionen ... auf dem Weg nach Meissen Impressionen ... auf dem Weg nach Meissen

Und nach 35 km und zwei Stunden unterwegs war ich dann in Meissen. Die Albrechtsburg im Licht einer strahlenden Wintersonne, flankiert von der Elbe ist einfach ein wunderschönes Bild. Da lohnt sich ein Stop allemal

Albrechtsburg in MeissenBlick von der Altstadtbrücke in Meissen

… und ein bisschen heißen Tee tanken auch (zum Glück hatte ich welchen dabei 🙂 ), mir war schon kalt. 5 Grad … brrrrr 🙁

Und dann hieß es: „das Ganze wieder zurück!“. Diesmal auf der anderen Elbseite – über Coswig und Radebeul. So langsam wurde das Licht viel weicher. Eine tolle strahlende Wintersonne … die langsam am Untergehen war und im Schatten musste ich ganz schön in die Pedale treten, um nicht auszukühlen. Und doch habe ich immer wieder angehalten. Natürlich um meine Oberschenkeln eine Pause zu gönnen … aber auch um immer wieder das Licht und Bilder einzufangen.

Wintersonne ... Impressionen Wintersonne ... Impressionen

Wintersonne ... Impressionen Wintersonne ... Impressionen

Wintersonne ... Impressionen Wintersonne ... Impressionen

Wintersonne ... Impressionen Wintersonne ... Impressionen

Nach 65 km, insgesamt vier Stunden Ausfahrt und einem wunderbaren Sonnenuntergang

Die Wintersonne geht langsam unter...

Die Wintersonne geht langsam unter...

… haben meine Oberschenkel dann kapituliert. Ich konnte einfach nicht mehr weiter und habe für die letzten 5 km (… und 100 Höhenmeter) bis nach Hause die Straßenbahn genommen … ich gestehe 😉 . Aber der Tag war herrlich. Zum Auftanken und auch zur Standortbestimmung. Ich will ja dieses Jahr bei den Fahrradfesten (RTF-Touren) eigentlich immer die 100er-Strecken anvisieren. Aber bis dahin ist noch ’ne ganze Menge Luft (und Platz für Konditionssteigerung 🙂 )…

Download

Wieder zu Hause brauchte ich dann erst einmal eine riesige Portion Kohlehydrate und eine Menge heißes Wasser zum Auftauen … Bei Ankunft waren nur noch 3 Grad!!! Aber schön war es. Sooooo sehr … ich hoffe auf mehr.

 

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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2 Antworten

  1. Gaby sagt:

    wow, einfach nur schön. Die Strecke und vor allem die tollen Fotoeindrücke. Danke

  2. Es lohnt sich einfach immer, wenn man der kleinen Stimme nachgibt, die sagt „Lass es liegen, schau raus, es ist so schön dort, lass uns fahren“! Danke für deinen Bericht und Hut ab vor deiner Kälteresistenz. 😉

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