Wie ich mein Bike durch den Wald trage

Heute morgen hatte ich meine erste Einheit des Mountainbike-Fahrtechnik-Trainings. Damit ich künftig besser  und entspannter auch mal im Wald die eine oder andere Strecke auf einem Wanderweg fahren kann. Und dann trage ich – keine 4 Stunden später – doch glatt mein MTB schön solide durch den Wald! Verrückt 🙁 …aber schön der Reihe nach!

Nachdem ich ziemlich früh wieder aus Todtnau im Hotel zurück war (der zweite Teil von Mountainbike-Fahrtechniktraining wurde ja auf Freitag verschoben), wollte ich dann doch noch mal los. Den Berg rauf! 😉 … und vielleicht das Gelernte ein bisschen umsetzen.

Dank dem unerschöpflichen Internet hatte ich ja auch ein paar Touren vorsorglich rausgesucht und als gps-Dateien mit. Und da gab es eine als „Die kleine Erlebnistour bei Häusern“ ausgeschriebene Tour von 19 km quer durch den Blasiwald. Na perfekt für den Nachmittag … schnell noch mal die Beine in die Pedale treten und das schöne Wetter genießen. Dachte ich mir so 😉

Und tatsächlich, die Strecke war von Beginn an wirklich schön … toller Blick.

Tourstart gleich hinter Häusern

…und auch noch nicht wirklich schwer. Breite Fahrbahn (Forstautobahn … nein, dieser Begriff ist nicht von mir. Aber ich finde ihn schön, und daher leihe ich ihn mir mal aus 🙂 ); entspanntes Fahren.

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OK… es gab da auch den einen oder anderen Höhenmeter zu überwinden, aber der Lohn war dann diese Aussicht:

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Das gute an Navigationssystem und schön vorgefertigten Routen ist ja, dass man sich eigentlich selbst keine Gedanken mehr machen braucht. Irgendjemand ist die Strecke ja schon mal gefahren und offensichtlich auch wieder heil aus dem Wald raugekommen. Und wenn da ein Schild steht ‚Oberer (OB) Hüttenhofweg‘ und das Navi meint, dass dies die richtige Richtung ist, dann fährt man eben einfach weiter. Also ich zumindest 🙂

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Und wenn dann plötzlich so etwas wie ein kaum zu erkennender „Weg“ quer den Berg hoch führt … völlig zugewachsen mit Gras, dann nimmt man den auch. Das Navi sagt ja ‚da geht’s lang!‘

Ganz sicher keine Forstautobahn mehr! Ganz sicher keine Forstautobahn mehr!

Ist zwar steil, aber wenn man so eine richtige MTB-Fahrerin werden will, muss man da eben durch 🙁 Also den Wiesenweg hinauf.

Und dann kam mir auch noch eine MTB-Fahrerin bergab entgegen, die meinte ’na, ist ein ganz schön ruppiger Weg…‘ (das ist im Fachchinesisch wohl der Ausdruck für höchst unangenehmes Gelände 😉 ). Ich wollte dann mal so wissen wie weit das denn noch so ist und wie der Weg aussieht. Anwort: ‚Na ja… da vorn musst du das Rad wohl tragen. Da ist soviel Sumpf und Wasser; da geht’s nicht zu fahren.‘ Ach übrigens; zu diesem Zeitpunkt war ich schon am Schieben. An fahren war für mich überhaupt nicht mehr zu denken. Aber umkehren kam auch nicht in die Tüte … und im übrigen kannte ja gar keinen alternativen Weg! Also weiter … im Zweifel immer nach oben (diesen Satz habe ich schon häufiger gehört, seit ich mich für das Rumkraxeln am Berg interessiere 🙂 ).

Im Zweifel immer bergauf!

Und dann kam die ominöse Stelle. Und auch wenn es vermutlich allen leidenschaftlichen Mountainbikefahrer(innen) die Schamröte ins Gesicht treibt … ja; ich habe mein Bike ein Stück vom Weg getragen (etwa 20 m) 🙁 .

Mountainbike tragen ... eigentlich ein Unding im Wald ;-)

Doch irgendwann war auch diese Schiebestrecke vorbei und ich – samt meinem MTB – oben an der Wittemle Hütte angekommen. Ein bisschen verschnaufen tut da schon gut. Ich gebe zu …  noch einmal würde ich diesen Weg berghoch nicht nehmen. Vielleicht die Runde andersherum und als Abfahrt … mit ein bisschen mehr Übung. Dann, ja, dann vielleicht 😉

Geschafft ... der höchste Punkt meiner heutigen Tour - etwa 1120 m Verschnaufen tut gut

Doch die schwierigste Strecke hatte ich hinter mir. Nun sollte es bergab gehen. Über Althütte in Richtung Schluchsee und wieder zurück nach Häusern. Einfach rollen lassen. Herrlich.

Und in Althütte gab es zum Abschluss (so kurz vor der Abfahrt) noch einmal einen solchen grandiosen Blick über den Schwarzwald Richtung Schluchsee … ich hätte ewig stehen bleiben können.

Herrlicher Blick über den Schwarzwald Richtung Schluchsee bei Althütte im Blasiwald

Aber es hilft ja nichts. Oben bleiben bringt kein Punkte … und so ging es dann auf asphaltiertem Weg hinunter bis fast zum Schluchsee und dann wieder entlang der Hauptstraße rauf dem Radweg Richtung Häusern. Nach fast 20 km war ich dann wieder im Hotel und um ein Erlebnis reicher.

Und hier ist wie immer die ganze Strecke … einschließlich Schiebepassage etwa ab km 7 zum „Nachfliegen“.

Download

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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1 Antwort

  1. Michaela sagt:

    es ist immer eine Freude, in deinen Blog zu lesen !!!!

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