Kaisertour, Kaiserklamm und Kaiserwetter … was will man mehr?

Ja, das war sie also schon, meine letzte Tour in diesem Urlaub in Hinterthiersee. Wie schnell doch eine Woche vorbei ist. Aber was soll’s! Um so mehr sollte man den Tag genießen. Und für mich hieß dies heute, ein letztes mal das Mountainbike ausgeliehen und auf in den Berg. Eine schönte Tour sollte es werden, vielleicht mit nicht so viel Höhenunterschied? Da hörte sich die vom Hotel vorgeschlagene Tour ‚Kaiserhausrunde‚ doch genau richtig an. Zwar reichlich 32 km, aber ’nur‘ 475 m Höhenunterschied. Also los!

Heute war ich sogar richtig früh! Um 11 Uhr (ja ich weiß… manche würden sagen: ‚Mitten am Tag!‘ – aber für Urlaub?!) war ich bereit für die Strecke. Klar ging es mal wieder berghoch, aber inzwischen habe ich mich da schon ein bisschen dran gewöhnt und es war heute gar nicht mehr so schlimm. Wenns ganz steil wird: Augen nach unten gerichtet. Gleichmäßig atmen. Größte Übersetzung rein… und es geht. Relativ schnell ging es dann einfach grade aus … mitten durch den Wald. Fast 5 km war es die gleiche Strecke, die ich von gestern schon kannte. Aber trotzdem schöne Aussicht…

Aussicht...

Die Tour führte eine ziemlich lange Strecke genau über den ‚Bike Trail Tirol‚ (Bereich vom Kaiserhaus bis nach Kufstein… aber so weit bin ich nicht geradelt 🙂 ) und war wirklich super befahrbar.

Aber so ungefähr nach 8 km ging es dann das erste mal bergab. Juhuu… laufen lassen! Bis… ja bis mir dämmerte, dass ich den ganzen Weg ja wieder bergauf musste! Heute ging es ja nicht auf einen Rundkurs, sondern hin und auf gleicher Strecke zurück.  Ich hatte erst 8 km und wenn das jetzt schon bergab ging (so sah es zumindest auf dem Profilbild der Tour aus), dann müsste ich ja schlappe 8 km wieder berghoch!!! Es sollte von 1050m auf 720m runter gehen! Uff… hab mich schon etwas erschrocken. Ein bisschen Glück hatte ich. Es waren zwar tatsächlich noch 8 km bis zum Kaiserhaus und der Kaiserklamm, aber dazwischen ging es doch ein bisschen gerade Strecke. Aber es war schon ordentlich. Und bevor ich von der Kaiserklamm berichte, gibt’s jetzt einfach schon die ganze Tour und das ganze Streckenprofil, damit gar nicht erst der Eindruck entsteht, ich würde schwächeln 🙂

Download

Doch dann hatte ich endlich die Mitte der Strecke und somit das Kaiserhaus (ist ein Wirtshaus mit einem Zimmer in dem bereits Kaiser Franz und Sissi übernachtet haben soll – hab’s nicht gesehen 🙂 ) erreicht. Aber was ich gesehen habe, war die Kaiserklamm. Hier sind früher die geschlagenen Hölzer über die ‚Brandenberger Ache‘ transportiert worden.

Und da ich heute sogar einigen Leuten begegnet bin, gibt es sogar richtige ‚Beweisfotos‘ und nicht nur Selfies von mir 🙂

Das ist der Eingang zur Klamm:

Foto 3-3 Tatsächlich ICH ... und mal nicht als Selfie :-)

Eingang zur Kaiserklamm... 

Aber das Beste war die Klamm selbst. Ich habe mein Rad abgestellt und bin einfach reinspaziert in den Berg. Und mit jedem Schritt wurde es spekatulärer… zumindest für mich 🙂

  Foto1

Der Geräuschpegel des Wassers war atemberaubend. Und irgendwo auf diesem wilden Bach habe ich sogar einige Leute gesehen, die Rafting gemacht / gelernt / trainiert haben! Da war ich schon fasziniert. Ich würde das zwar nie machen (viel zu viel Angst), aber es sah beeindruckend aus 😉

Doch irgendwann musste ich dann natürlich wieder den Rückweg antreten. Und – ich gebe zu – mir war schon ein bisschen bange wegen der letztlich 4-5 Kilometer, die stetig berghoch gehen. War doch die Kaiserklamm etwa auf 720m und ich musste wieder rauf auf reichlich 1000m!

ABER! Ich habe es geschafft! Kein einziges mal heute geschoben!
Ich bin ganz schön stolz auf mich – wenn ich das mal so sagen darf 😉

Da waren solche guten Tricks die sich wie eine Stimme in meine Kopf immer wiederholten – z.B.: ’schalten unten am Berg‘, oder ’nur nach unten gucken‘ oder ‚an etwas schönes denken‘. Sehr hilfreich, wenn die Beine schwer werden und man eigentlich aufhören will. Und zwischendrin musste ich dann doch einfach anhalten. Natürlich NUR um Fotos zu machen 🙂 . Hier noch einige Eindrücke vom Weg:

Foto 2

Foto 3-2 Foto 5-1 Foto 1-3

Foto 1

Und nach leitzlich fast 34 km war ich dann wieder zurück im Hotel. Völlig erledigt, aber ich gebe zu, ich habe gegrinst wie ein ‚Honigkuchenpferd‘, weil ich immer wieder an die schönen Bilder denken musste, die ich in dieser Woche sehen durfte. Hätte nie gedacht, dass mir dieses ‚rumkraxel‘ am Berg letztlich doch so viel Spaß machen würde (ok… auch anstrengend ist!). Ich hatte drei wunderbare Touren und ich bin mir sicher, dass ich nicht das letzte Mal mit einem Mountainbike in den Bergen unterwegs gewesen bin…

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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