Historica 2014 oder ‚Tour der Wolken‘

Schon vor einiger Zeit hatte mich als Teilnehmerin zur Radrundfahrt ‚Historica 2014‚ angemeldet. In der Nähe von Leipzig soll es eine Rundfahrt geben, bei der möglichst viele alte (historische) Räder mitradeln sollten. Aber auch ‚Normalfahrer‘ – wie ich – durften mit. Für mich sollte es auf die 80 km – Runde gehen. Da ich die Gegend rund um Leipzig noch nicht aus der Rad-Perspektive kenne, habe ich mich sehr drauf gefreut. Und nach meiner Tour vom Donnerstag in die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge war ich ja auch im Training 🙂 .

Ziemlich früh (6.15 Uhr!!!) für das Wochenende bin ich los, da ich mit der Bahn nach Borsdorf – in der Nähe vom Startpunkt in Panitzsch wollte.

Das Wetter sah noch ganz ok aus, auch wenn die Temperatur optimierungswürdig war. Aber wie heißt es doch immer: ‚Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung!“ 😉

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Und um 9.15 Uhr ging es für etwa 300 Teilnehmer auch schon auf die Runde.

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… und ich mittendrin, in all diesen Rennradlern 😉 .

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Leider gab es nicht so viele alten Räder zu sehen. Diese beiden waren für mich das Highlight der Teilnehmer:

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Am Anfang bin ich noch eine Weile im Pulk mitgefahren, aber da ich fast mit die einzige mit einem Treckingrad war, bin ich relativ schnell allein gefahren… und habe mir zwischendrin immer wieder Zeit für die Gegend genommen. Ich gebe zu, dass die Tour eher Strecke war und am Anfang ging es auch ein ziemliches Stück durch Ortschaft, aber irgendwann war das vorbei und ich habe am Rand das hier entdeckt, das Grüne Gewölbe in Grethen:

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Grünes Gewölbe Grünes Gewölbe in Grethen

Ja genau … so etwas ähnliches gab es schon einmal. Auf der Tauber-Altmühltour 2014 haben wir eine Natur- bzw. Weidenkirche gesehen. Eine wirklich tolle Idee. Und direkt daneben gab es diesen lustigen Kerl:

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War eine schöne Abwechslung, auf der bis zu diesem Zeitpunkt etwas unter grauem Himmel und Nieselregen leidende Tour.

Weiter ging’s über Grimma

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…und entlang der Mulde und zwischendrin gab’s auch mal etwas zum Schmunzeln. Ich finde es immer wieder schön, wenn Privatleute sich so lustige Sachen wie hier in diesem Garten die Radlergruppe einfallen lassen. Schön 😉

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Und aus dem tiefgrauen Himmel wurde zumindest schon mal ein Himmel, an dem einzelne Wolken zu sehen sind. Und dann war es endlich soweit: das erste Stückchen blauer Himmel des Tages. Hoffnung!!!

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Und es blieb so. Allerdings war der Wind ziemlich stark. Für’s Fahrradfahren nicht so schön, aber am Himmel gab es die schönsten Wolkenbilder. Wolkenschieber pur! Leider hatte die Gegend nicht wirklich viel mehr zu bieten als Gegend, so dass es für mich eben hauptsächlich diese verschiedenen Himmelsansichten zur fotografieren gab.

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Und ich war allein. Nicht schlimm… aber ein wenig gewundert hatte mich das schon. Sollten die andern wirklich alle sooo viel schneller sein als ich? Oder sind die alle nur andere Strecken gefahren (ich war ja auf der 80 km – Runde). Doch dann waren sie wieder da. Nachdem ich mich über fiese Hügel und auch eine 15%ige Steigung geradelt hatte, traf ich etwa nach 42 km und kurz vor der zweiten Verpflegungsstation wieder auf andere Radler. Ich war also nicht auf dem falsch Weg und auch nicht mehr allein 🙂 – übrigens; ich war heute mal als #83 unterwegs.

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Die Verpflegung war wieder super nett. Es gab selbst gebackenen Kuchen und von Hand geschmierte Schnittchen. Das ist echt immer mit so viel Liebe organisiert. Danke an alle Helfer.

Das Wetter war auch weiterhin sehr launig und der Wind wurde immer heftiger (wobei: mir ist aufgefallen, dass beim Radfahren der Wind irgendwie immer von vorn kommt!!! ) Zwischendrin dachte ich ja schon, dass der Himmel so richtig anfängt zu weinen, aber es hielt…

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…und ich bin trocken ins Ziel gekommen. Ich gebe zu, ich war froh, das die Runde zu Ende war. Da war zum einen der Wind und außerdem merkte ich die Donnerstagsrunde noch ziemlich in den Beinen. War wohl doch etwas viel. Und natürlich gab es dann auch das obligatorische Zielfoto – ohne geht einfach nicht 🙂

Geschafft ... nach 80 km wieder im Ziel

Und die ganze Tour gibt es wie immer hier zum Nachfahren. Leider ist die Strecke überwiegend Landstraße und nicht immer in Ruhe befahrbar. Aber das geht auch nicht anders, wenn man solche Touren veranstaltet.

Download

Fasziniert bin ich immer wieder, wie selten auf diesen offiziellen Touren z.B. Radwege genutzt werden und wie selbstverständlich die Rennradler in 2er oder 3er Reihe auf der Straße unterwegs sind. Da kann ich dann doch etwas verstehen, warum Autofahrer manchmal nicht besonders gut auf Radfahrer zu sprechen sind 😉

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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