Häuptling sein, hat auch Vorteile!

Völlig unerwartet hatte der ‚Schutzpatron der Auditoren und Softwareberater‘ einen guten Tag und mir unerwartet tatsächlich zwei freie Tage geschenkt. Und da habe ich mir heute kurz entschlossen frei gegeben (als ‚Häuptling‘ darf man das … auch wenn ich ein klein wenig ein schlechtes Gewissen hatte 🙂 ) und beschlossen eine Ausfahrt zu machen. Mitten in der Woche! Tatsächlich 🙂

Die Idee dazu habe ich in einer Freizeitgruppe in Dresden gefunden. Eine Fahrt zur Burg Hohnstein. Ich wohne jetzt schon so lange in Dresden und kenne doch so wenig von meiner nächsten Umgebung. Warum also nicht einfach mal losfahren und erkunden? Heute war der perfekte Tag dazu… Der Tag startet toll – die Sonne scheint. Auf gehts … und wie eigentlich immer, erst einmal durch die Dresdner Heide

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Richtung Bühlau, Ullersdorf und weiter Richtung Weißig zum Radweg ‚Alter Bahndamm

Radweg 'Alter Bahndamm'

…um Richtung Dürröhrsdorf über das Schönfelder Hochland und weiter zur Burg Hohnstein zu fahren. Das Schönfelder Hochland bietet immer wieder tolle Blicke. Und besonders wenn die Sonne scheint… die Felder sind geerntet. Ein untrügliches Zeichen, dass der Sommer langsam aber sicher dem Ende entgegen geht.

Schönfelder Hochland Schönfelder Hochland

Und nach etwa 20 km war ich dann in Dürröhrsdorf und wollte weiter zur Burg Hohnstein. Und dann gab es da diesen Wegweiser ‚Stolpen 10 km‘. Es war 11 Uhr und ich dachte… „na ja, was sind schon 10 km? Ich war schon ewig nicht mehr in Stolpen! Ist doch nur ein kleiner Umweg!“ Also los gings. Und relativ schnell war ich an Ort und Stelle. Stolpen ist ein wirklich süßer kleiner Ort mit einem netten Marktplatz

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Und dann die Burg Stolpen

Eingangstor Burg Stolpen Burg Stolpen

Burg Stolpen Burg Stolpen

…von dort oben hat man einen so tollen Blick über die Sächsische Schweiz. Bei Sonnenschein und klarer Sicht einfach unglaublich schön. Ich habe mich auf einen Mauerrand gesetzt und den Ausblick genossen.

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Doch dann musste ich auch langsam mal weiter. Es warteten ja noch einige Kilometer auf mich. Richtung Hohnstein. Es ging eigentlich gut. Zwar fast nur Landstraße und damit Verkehr, aber im großen und ganzen recht gut zu fahren, auch wenn zwischendrin der eine oder andere fiese Hügel einige Anstrengung mehr erforderte. Und dann gab es da diese Stelle… etwa 5 km vor Hohnstein hatte ich diesen phantastischen Blick über die Sächsische Schweiz. Ich weiß… ich wohne hier und müsste all dies schon längst kennen und gesehen haben, aber … wie das so ist. Heute habe ich es gesehen. Es war einfach toll … Seelenkino

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Und dann kam endlich das Hinweisschild „Hohnstein 5 km“ – ha! Fast geschafft – zur zweiten Burg. Und dann ging es bergab!!! Fast 3 km einfach nur bergab! Da lief aber ganz schön was schief. Eine Burg ist doch oben! Warum also bergab? Und bei all diesen Überlegungen rollte ich schon munter runter. Und dann war sie zu sehen … ich unten und die Burg Hohnstein oben. Und dort hinauf musste ich noch – ziemlich steil. 🙁

Burg Hohnstein ... so weit oben!

Aber ich hab’s geschafft. Ohne zu schieben, aber ziemlich außer Atem! Ich gestehe! 🙂

Burg Hohnstein Burg Hohnstein

Burg Hohnstein  Burg HohnsteinBurg Hohnstein

Und dann stand ich oben und dachte über mein weitere Route nach. Ich bin ja kurz vor Hohnstein reichlich 3 km bergab gefahren und musste eigentlich wieder zurück … nur hatte ich dazu nicht wirklich Lust. Wäre eine ziemliche Strecke bergauf gewesen! Und bergauf hatte ich dann heute doch schon genug. Es musste eine Alternative geben. Zum Glück habe ich auf der Burg einen anderen Radler getroffen, der eine schöne altmodische Papierkarte hatte (mein Navi ging nicht, da ich keinen Netzempfang hatte) und so konnte ich sehen, dass es von Hohnstein einen schönen Weg bergab Richtung Elbe und Bad Schandau gab. Perfekt! … Das war mein Weg. Und dann auf dem Elbeweg zurück nach Dresden. Auch wenn das noch ein ziemlich Stück wäre… Die Fahrt von Hohnstein bis zum Elberadweg war ein Genuss… fast 15 Minuten bergab. Und ich war wirklich begeistert, dass mir tatsächlich Radler entgegen kamen, die diesen ganzen Weg hoch radelten! Die ganze Strecke. Unten am Elberadweg angekommen, ging es erst einmal wieder durch Wald – immer noch im Nationalpark ‚Sächsische Schweiz‘.

Elberadweg in der Nähe von Königstein IMG_2676

Das hatte ich nicht erwartet. Aber es war schön, und dann ging es auf dem Elberadweg weiter Richtung Dresden. In Königstein musste allerdings die Fähre zu Hilfe genommen werden. Hat eine Weile gedauert … hatte den Eindruck der Fährmann hat mit jedem Fahrgast den Beförderungspreis ausgehandelt 🙂   – hat er natürlich nicht, aber gedauert hat es doch.

Königstein Königstein

Der Weg nach Dresden auf dem Elberadweg war toll… auch wenn ich inzwischen schon über 70 km in den Beinen hatte. Der Elberadweg ist wirklich ein schöner Reiseweg.

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Vorbei an der Bastei…

Elbsandsteingebirge

…bis zurück nach Dresden. Eigentlich wollte ich ja wieder komplett nach Hause fahren, aber dann hätte ich unten von der Elbe doch noch einen Höhenunterschied von 100 Metern überwinden müssen. Nach 98 km hatte ich einfach kein Kraft und Lust mehr. Ich bin also das letzte Stück mit der Bahn gefahren … und nach einem unglaublich schönen Radeltag wieder zu Hause angekommen. Und hier ist die ganze Strecke noch einmal – zum irgendwann mal wieder nachfahren.

Download

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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