Der Berg ruft

… und dieses Beitragsbild hat so überhaupt nichts mit meiner heutigen Radtour zu tun, aber es war einfach so umwerfend kitschig (aber echt!), dass ich es einfach als Tagesbild nehmen musste. Und hier einfach noch mal, weil es so schön ist:

Spektakulär... das kann nur der Österreicher!

Doch nun zum eigentlichen des heutigen Tages. Nachdem ich am  Montag meine allererste Mountainbike-Tour absolviert habe (und zwar fix und alle war), hat mich irgendwie die Lust am ‚Berg rum kraxeln mit Rad‘ gepackt und heute wollte ich unbedingt wieder raus. OK, hätte der Himmel tief graue Wolken gehabt und die Temperatur wäre lausig gewesen, dann wäre ich nicht gefahren… zugegeben. Aber! Gegen Mittag riss der Himmel auf (es hatte nämlich den ganzen Vormittag geregnet 🙂 ) und es konnte los gehen.

Wegen der Erfahrung vom Montag (als Anfänger eben mal schicke 600 Höhenmeter in Angriff genommen), wollte ich es heute mal etwas ‚ruhiger‘ angehen lassen und habe mir daher eine Route rausgesucht, die ‚lediglich‘ von 830m auf 1100 m führen sollte. Dank dieser herrlichen kleine Apps, die es heute so für iPhone und iPad gibt, habe ich mir eine passende Route rausgesucht 😉

Meine Tour sollte heute von Hinterthiersee nach Breitenau, die Modal-Wiesen, dann zum Kranhof und weiter  irgendwo am Berg entlang weiter vorbei am Wäschkogel-Berg zurück nach Hinterthiersee gehen. Geplant waren 16 km.

Aber wie das so ist am Berg, erst mal gehts immer bergauf… und schon nach 100m musste ich Pause machen… NATÜRLICH nur, um ein Foto zu machen. Aber schön ist’s :-)!

Doch mit jedem Meter Höhe ging es etwas besser. Augen nach unten gerichtet. Keine Hektik… und schon kam ich ein paar Meter weiter. Mein Ziel heute war übrigens der Berg direkt gegenüber vom Hotel. Keine Ahnung wieder heißt. Hier gibts nur Berge. Ich wollte eben nur ein bisschen rauf. Und schnell war ich auch mitten drin… im Wald.

Wald... image

Wald... 

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 Foto 1

Und das für mich am erstaunlichste war, dass ich völlig allein war. OK, am Anfang bin ich noch 3 Wanderern begegnet, aber ansonsten war da NIEMAND! Also ich bin da nicht böse. Im Gegenteil. Ich habe mich nur gewundert!

Auch eine Lektion, die ich heute lernen durfte, war, dass nicht alles, was man mit dem Navi planen kann, in der Realität auch wirklich befahrbar ist… leider nein. Ich glaube ich bin heute drei ‚Berge‘ (OK: Steigungen) raufgefahren, nur um dann wieder abwärts den Fahrtwind zu genießen, weil es nicht weiter ging 🙁 , aber was solls… stärkt die Beinmuskeln! Und irgendwann war es dann auch mal Zeit für eine richtige Pause. Und das war mein ‚Pausenbild’… toll!

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Und das es mit den Anstiegen dann nicht vorbei war, zeigt vielleicht dieses Bild ein wenig (in real war es natürlich VIEL steiler!!! 😉 ):

in der Realität natürlich noch VIEL steiler! :-)

Meine heutige Lektion i.S. MTB fahren beschäftigte sich übrigens mit dem Thema ‚wie fahre ich an einem Berg wieder los, ohne mit der Nase im Dreck zu landen?‘ Das ist überhaupt nicht einfach. Wenn ich – wie ich es von meinen Touren mit dem Treckingrad gewöhnt bin – im Stehen auf das Rad steige und losradle, geht das am Berg… bei eingestellter höchster Übersetzung komplett daneben. Das Hinterrad dreht durch und ich kriege den zweiten Fuß gar nicht so schnell auf’s Pedal, wie ich müsste. Inzwischen weiß ich, dass man (Frau) im Sitzen starten muss und eine etwas kleinere Übersetzung nimmt!!! Ha, und schon ging es viel besser… 🙂 Hätte nicht gedacht, dass es so große Unterschiede zum ’normalen‘ radeln gibt. Obwohl, der beste Rat, den ich heute i.S. ‚Anhalten am Berg und wieder losfahren‘ gekriegt habe, war: ‚halte erst gar nicht am Berg an!’… Aha 🙂

Nach einigen Umwegen hatte ich es dann endlich geschafft… auf 1100 m angekommen. Und um bei der Wahrheit zu bleiben: die letzten 250 m habe ich geschoben. Schon wesentlich weniger als am Montag, aber es ging einfach nicht mehr … zu steil. Aber oben war ich … und die Selfi-Funktion meines Handys ist einfach Gold wert!

Foto 2

Jetzt ging es hauptsächlich bergab und nur zwischendrin musste ich – mal wieder – anhalten um Fotos zu machen. Ich kann mich einfach an diesem Anblick nicht satt sehen:

Schön... oder? Schön... oder?

Aber vielleicht ist es auch ’nur‘ der Stolz, es geschafft zu haben… was auch immer. Ich war wirklich glücklich und zufrieden!

Wie immer gings bergab viel viel schneller, als bergauf… und dann war ich auch relativ schnell wieder im Hotel. Wobei… ich habe für 20 km geschlagene 3 Stunden und 30 Minuten gebraucht! DAS ist ja vielleicht mal ein Stundenschnitt 😉

Hier gibts die ganze Tour… ungefiltert und mit allen Verfahrern … zum Erinnern und Nachfliegen:

Download

Und ich war nicht zu früh im Hotel. Keine 30 Minuten später hat es angefangen zu regnen. Aber ich war im Trocknen! Aber der Himmel hat noch einmal ein Schauspiel geboten:

Schauspiel des Himmels Schauspiel des Himmels

Und natürlich das Bild des Tages – von oben!!!

 

 

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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