Und dann wurde es doch 70km-Runde!

…und daran ist allein die Eitelkeit schuld! Aber schön der Reihe nach:

Während meiner Zugfahrt von Dresden nach Lübben habe ich zwei nette Radlerinnen (Petra und Birgit) kennengelernt, die ebenfalls zum Spreewaldmarathon wollten. Natürlich kam irgendwann die Frage: „Und welche Tour fährst du?“. Ich hab natürlich die 45er-Runde genannt. Dann haben sich die beiden angeschaut und fast schon entsetzt gefragt: „Echt? Nur die 45er Runde? Wir fahren die 70km!“ Nun muss man wissen, dass Birgit und Petra (und das schreibe ich voller Zuneigung und Respekt) schon über 60 sind. Oh je, da war vielleicht mein Ehrgeiz angestachelt. Das kann doch gar nicht sein, dass ich mir von Radlern, die schon ein paar Jährchen mehr in den Ralderbeinen haben als ich, hier etwas vorradeln lasse! Nie im Leben 😉 . So habe ich also kurzerhand den Entschluss gefasst, nun auch auf die 70er Runde zu gehen.

Gesagt, getan. Also los zur Startnummervergabe und umgebucht. War ganz leicht (klar, die Arbeit kam ja erst noch) und um 11.30 Uhr ging’s für uns drei bei strahlendem Sonnenschein auf die Runde.

Impressionen vor dem Start

Start war in Lübben, mitten im Spreewald und da war ganz schön viel Gewusel. 800 Radler wollten alle von der Festwiese über eine kleine Brücke drüber und raus auf die Straße.  Da hat bestimmt der eine oder andere einen blauen Fleck im Gedrängel davon getragen. Es ging zunächst über Radensdorf und Wußwerk nach Straupitz, wo es das erste mal nach 23 km eine Pause gab.

Wir haben die Tour ja eher als Radwanderung genommen, um auch einfach mal eine schöne Gegend zu sehen. Aber ebenfalls im Pulk der 800 Radler, die die 70er Runde fuhren, waren unheimlich viele Radsportvereine mit ihren Rennrädern. Denen mussten wir immer ganz schnell ausweichen, damit ja der Trainingsfluss nicht gestört wurde 😉 . Wir haben es da wirklich etwas gemütlicher gesehen… und sind auch angekommen!

Doch vor der ersten Pause gab es dann – wie angekündigt – eine richtig kräftige Dusche. Wir waren als Pulk gerade aus Lübben heraus, als es auch schon anfing zu tröpfeln. Und das steigerte sich dann zu einem kräftigen Regenguss. Aber aufgeben gilt natürlich nicht! Da heißt es Regenjacke überziehen und weiter geht’s! Und dann kam der Regen

War dann auch relativ schnell wieder vorbei – aber nass war’s. Nach der Pause führt uns die Runde dann weiter über Burg und Raddusch auf wirklich flacher Strecke und ganz viel Gegend. Ich habe gestaunt, wie wenig die Mitradler mal angehalten haben, um den Blick zu genießen. Schade eigentlich. Ich habe jedenfalls immer mal wieder angehalten um ein paar Schnappschüsse zur Erinnerung zu machen.

ganz viel Gegend im Spreewald

Weiter ging’s dann vorbei am Bischdorfer See. Dort gab es etwa bei km 42 so etwas wie einen kleinen Anstieg, von dem man dann oben einen tollen Blick hatte. Wobei; der hat mich eigentlich so gar nicht mehr an Spreewald, sondern eher an Brachland erinnert. Und zwischendrin sah es immer mal wieder verdächtig nach Regen aus, aber es hat gehalten.

Bischdorfer See

In Lübbenau gab es dann noch einmal ein längere Pause. Nach etwa 57 km konnten wir noch einmal Kohlehydrate fassen (das war gut organisiert).

Pause in Lübbenau und dann zurück nach Lübben

Und von wegen Bummeltour! Die Durchschnittsgeschwindigkeit war 20 km/h. Klar, für manchen lächerlich, aber ich fand das schon ganz ordentlich 🙂 . Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass da so eine Gruppendynamik war. Wer will schon ständig von anderen überholt werden? Niemand! Eben!

Nach 5 Stunden sind wir dann um 16.30 Uhr geschafft, aber unendlich glücklich wieder auf der großen Festwiese auf der Schlossinsel in Lübben angekommen. Die reine Fahrzeit war 3 Stunden und 40 Minuten und wir wussten alle, was wir geschafft hatten. Meine Beine und das Hinterteil erinnerten mich auch regelmäßig daran. Und das war die Tour im Ganzen:

Download file: Spree_2014.gpx

Und nun bin ich auch stolzer Besitzer der ‚Grünen Spreewaldgurke‘ als Beweis meiner erfolgreich absolvierten Radelrunde! Und JA, ich bin ganz schön stolz drauf 😉

geschafft - nach 70 km im Ziel

Ein lieber Gruß geht zum Schluss noch einmal an Birgit und Petra! Danke dass ihr mich ‚überredet‘ habt, mit auf die 70er Runde zu gehen. Es hat mit euch wirklich viel Spaß gemacht!

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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Eine Antwort

  1. Ludger sagt:

    Ich kann euch für sehr gute Infos und Touren die Facebookseite vom Spreewald https://www.facebook.com/Spreewald.Reiseregion empfehlen. Dort findet man viele Eindrücke von Urlaubern und man kann sich Tipps zu Touren holen. Ich freue mich immer wieder meine alte Heimat zu sehen und ich freue mich über die vielen „Fans“ der Seite. Der Spreewald ist für mich in Deutschland einzigartig.

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