Irgendwo im Nirgendwo

Natürlich sind wir nicht im Nirgendwo, sondern mitten in der Krakower Seenlandschaft:

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Aber seit wir den Krakower See verlassen haben, ist die Strecke wieder etwas langweilig geworden und da ist man dann für jede Abwechslung dankbar. Oben das Foto zeigt mich auf einem Aussichtsturm, aber auch in der detailliertesten Karte konnte ich keinen Namen für den Standort finden. Dafür hat der Ausssichtsturm einen lustigen Namen:
„Reuters Paradiesgartenblick am alten Melkstand“ – na wenn das nicht poetisch ist.

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Und dann dachte ich fast, ich bin in der Toskana. Die Bäume im (obligarotorischen) Rapsfeld sahen echt wie extra hingestellt aus.

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Ansonsten war die weitere Strecke auf dem Radfernweg Berlin-Koppenhagen (B-KO) teilweise nervenaufreibend. Da ging es über 20 km durch eine Waldgebiet (zwischen Linstow und Jabel), bei dem ich gedacht habe, ich schlafe ein. So hypnotisierend war die Strecke: kerzengerader Asphalt oder fester Waldboden und die Bäume boten auch keine Abwechslung. Schnurgeradeaus, dann 90° Kurve und wieder schnurgeradeaus – und das über 20 km. Da fällt es schon etwas schwer, nicht entnervt zu sein 🙂

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Zum Glück waren da ja noch meine Oberschenkel, die ein Einschlafen durch permanentes Nörgeln verhindert haben (heute habe ich wirklich mein Limit erreicht)

Und als wir aus dem Wald rauskamen, war plötzlich DAS zu sehen:

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Wir sind schnell weitergeradelt, denn für diese Art der Zivilisation waren wir heute noch nicht bereit.

Am Verrücktesten ist aber, dass wir – eigentlich schon die ganzen Tage – auf unseren Radwegen ganz oft und sehr lange allein waren. Man sollte ja meinen, das auf diesen Radwegen immer Leute unterwegs waren, aber heute z.B. während der 20 km langen Tour durch den Wald von Linstow nach Jabel ist uns absolut niemand begegnet. Ich fand das manchmal sogar beängstigend… 😉
Aber am Ende sind wir dann doch wieder Menschen begegnet, und alles war gut 😉

Anja Keller

Draußen sein, Radfahren oder Wandern ist ein guter Ausgleich zur Schnelligkeit des Alltags.

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